ZEIT ZUM RELAXEN

Es ist so unglaublich lange her, dass ich wirklich einmal nur Zeit für mich hatte. Ich meine damit, dass ich meine freie Zeit wirklich dafür genutzt habe, bewusst den Tag zu genießen ohne an die Arbeit oder irgendwelche Belastungen zu denken. Die letzten beiden Jahre waren ziemlich anstrengend für mich. Ich wagte den Spagat zwischen einer Anstellung und der Selbständigkeit. Das Ziel war es nur noch der Arbeit nachzugehen, die mir wirklich Freude machte. Aber vom Spaß allein lässt es sich nun einmal nicht leben und somit arbeitete ich mehr als mir lieb war. Als pflichtbewusster Mensch mit dem Hang zur Sicherheit, erledigte ich alle Aufgaben, die anstanden. Eine Zeit hatte ich 3 Jobs am Haken. Mittlerweile sind es wieder nur noch zwei Jobs. Obwohl ich versuche immer mein Bestes zu geben, merke ich oft, dass es einfach nicht genug ist. Mein Tag hat einfach zu wenig Stunden, wie man so schön sagt. In Wahrheit habe ich mich jedoch übernommen. Ich habe verkannt, dass ein Blog mit Businesscharakter mehr braucht als nur eine engagierte Person. Ich merke es besonders dann, wenn IT-Dinge anstehen. Das sind Sachen von denen ich einfach keine Ahnung habe. Selbstverständlich kann man sich als Laie viel aneignen, aber es braucht länger als mir lieb ist. Manches davon kann man einfach nicht ohne eine gewisse Bildung bewerkstelligen. Es gibt schliesslich nicht ohne Grund einen Job auf diesem Gebiet. Ebenso verhält es sich mit der Buchhaltung. So gut es geht kann man diese vorbereiten, aber ohne fundiertes Wissen fühle ich mich wie auf einem sinkendem Schiff.

Im Grunde übt man als Blogger nicht einen Job aus, sondern mehrere gleichzeitig. Genauer gesagt erledigt man die Aufgaben folgender Berufe:

  • relax-zeitRedakteur – Artikelgestaltung & Recherche
  • Fotograf – Fotos erstellen & bearbeiten
  • Akquise – Kunden aquieren
  • Customer Service – Aufträge annehmen & bearbeiten
  • Buchhalter – Die Buchhaltung vorbereiten & Papiere sammeln sowie ordnen
  • Steuerberater – Erledigung der Steuererklärung & Abgabe beim Finanzamt
  • Webdesigner – Gestaltung des Blogs
  • It – Problembehebung im technischen Bereich
  • Model – Posieren für die neusten Artikel auf dem Blog & den Socials
  • Cutter – Videos schneiden & bearbeiten
  • Regisseur – Video abdrehen
  • Übersetzer – Artikel in eine andere Sprache transportieren

Zeit zum Relaxen – Eine Auszeit nehmen

Gerade weil man als Blogger so viele Dinge beachten und können sollte, habe ich mich extrem unter Druck gesetzt. Ich wollte nahezu alles perfekt beherrschen. Mental konnte ich gar nicht mehr abschalten. In meinem Kopf lief eine “Blogdauerschleife”. Alles drehte sich nur noch darum, wie ich meine “Blogprobleme” bewältigen könnte. Ich hatte so viele Tränen vergossen, weil es mich so ungemein ärgerte, dass ich in vielen Bereichen nicht kompetent genug war, und es teils immer noch nicht bin. Google entwickelte sich zu meinem besten Freund. Denn Google war immer für mich da. Obwohl Google immer eine Antwort wusste, verstand ich trotzdem teilweise nur Bahnhof. Also kehrte ich der Suchmaschine den Rücken zu und versuchte unter Gleichgesinnten Antworten und Hilfe zu finden. Aber auch da musste ich schnell feststellen, dass bestimmte Fragen nicht zu beantworten waren. Hier galt es also professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen. Leichter gesagt als getan. Viele Unternehmen glänzen mit diversen Versprechen. Darunter jemanden zu finden, dem man seinen Blog anvertraut und der moderate Preise bietet ist nicht einfach. Gerade in den letzten Monaten erhielt ich Angebote, wo mein Bauch mir schon verriet, “Finger weg!”. Das Thema beschäftigt mich noch aktuell.

Aber nicht nur mein Blog hat mir Kopf zerbrechen bereitet, auch die anderen Tätigkeiten und natürlich meine Gesundheit. Obwohl sich im letzten Jahr viel getan hat blogtechnisch, war 2016 für mich sehr kräftezehrend. Meine Probleme schienen mir über den Kopf zu wachsen und der Streß tat sein übriges. Ich war mehr krank als mir lieb war. Der Höhepunkt des Grauens war wirklich die Geschichte mit Horst. Nach wie vor Danke ich Gott dafür, dass er meine Gebete erhört hat. Ich glaube, ich habe lange nicht mehr so viel gebetet und gehofft, wie in dieser Zeit. Eine Zeit in der ich kaum in der Lage war meinen geliebten Sport auszuüben. Meine Bandscheiben bemerkten das ebenfalls und tadelten mich in Form von argen Schmerzen.

zeit-zum-relaxen-loungesessel

Ich hoffe sehr, dass das Jahr 2017 eine positive Wende für mich wird. Nicht nur gesundheitlich wünsche ich mir weitere positive Erfolge, sondern auch emotional gesehen. Ohne es groß an die Glocke zu hängen, gab es gefühlte Herzstiche. Obwohl ich immer fest daran geglaubt hatte, dass eine gute Freundschaft nichts anhaben könnte. Ich wurde sehr enttäuscht von den Menschen, wo ich glaubte sie seien meine engsten Freunde. Ich zog mich zurück. Dann wagte ich anzuknüpfen, aber ich hatte das Gefühl, dass es nicht genug war und ich bekam durch ihr Verhalten und reden mit, dass ich oft außen vor gehalten wurde. Sie hatten Geheimnisse vor mir und rechtfertigten sich damit, dass ich das früher auch gemacht hätte. Doch der Unterschied bestand darin, dass ich Dinge nicht bewusst verschwieg, sondern aus Scham, aber auch weil ich viele Dinge mit mir selber ausmachte.

Wäre ich eine Maschine würde ich mich vermutlich selber resetten. Einfach unwichtige und unangenehme Daten löschen. Einfach Neustart drücken. Da das aber nicht funktioniert, muss ich “meine Daten” bearbeiten. Statt einem Reset gibt es ein Relax Programm. Es ist wie mit einem zu heiß gelaufenen Computer. Erst einmal abkühlen. Also muss ich versuchen meinen Streßpegel abzubauen anhand eines Entspannungsprogramm. Die Devise lautete also die eigenen Vierwände zu einer Wohlfühloase zu gestalten. Der erste Schritt war getan. Aus alt mach neu. Wir haben bei Otto ein paar neue Möbel bestellt. Darunter auch einen gemütlichen Retro Lounge Sessel. Ein wirklicher Hingucker. Nicht nur mein Freund und ich finden den toll, sondern auch unsere Fellnasen. Besonders der kleine Maui verbringt gern seine Zeit darin. Speziell für die Katzen haben wir als Unterlage ein Schafsfell gewählt. Ich war wirklich im Zwiespalt mit mir, weil es ein Echtfell ist. Nach Erkundigung wurde mir mitgeteilt, dass diese Felle von einem Schafszüchter stammen, der nur Felle herstellt, wenn seine Tiere im Alter verstarben oder sehr krank waren. Er hatte mir auch erklärt, woran man erkennen könne, ob das Fell von einem jungen oder alten Schaf stamme. Ich hoffe, dass er mir hier keinen Bären aufgebunden hatte.

loungesessel-zeit-zum-entspannenIch hätte auch ein Fake Fell kaufen können, aber das wollte ich nicht, weil meine Katzen an Felle beigehen. Ich wollte verhindern, dass die Kleinen die Plastikhaare schlucken, wenn sie am Fell mit ihrer Zunge beigehen. Das erschien mir nämlich nicht gesund. Außerdem lieben Tiere natürliche Produkte. Wenn ich schon Stubentiger halte, dann ist es auch meine Verpflichtung darauf zu achten, dass es Ihnen an nichts mangelt. Dazu gehört es auch, dass sie die Möglichkeit haben ihren Instinkten nachgehen zu dürfen. Wenn es um meine Tiere geht, muss ich Kompromisse eingehen. Obwohl ich selber nicht so gern Fleisch oder Fisch esse, bereite ich solche Rohgeschichten für meine Katzen zu. Am besten wäre es natürlich, wenn die Kleinen lebendige Nahrung jagen dürften. Aber das bringe ich nicht über das Herz. Ich könnte niemals Mäuse kaufen mit dem Wissen, dass deren letzter Atemzug gleich getan sei. Soviel Kompromissbereitschaft habe ich dann doch nicht.

Life is so much easier when you keep cool

Aktuell befindet sich unser Lounge Sessel im Wohnzimmer nahe des Fensters. Eigentlich wollte ich den im Schlafzimmer stehen haben. Denn der Bereich ist der ruhende Ort an den man entspannen soll. Es sollte eine Art Leseecke entstehen. Mein Freund wollte den Sessel aber lieber im Wohnzimmer haben. Derweil würde ich sagen, die Einigung wurde vertagt. Trotzdem sorgt der Retro Sitzer für Entspannung. Ich lümmel mich gern hinein. Trinke meinen Tee, lese ein Buch oder träume vor mich hin. Jetzt fehlt nur noch ein kleiner Hocker auf dem man die Beine ausstrecken kann. Die passende Kuscheldecke wurde bereits gekauft. Dieses Jahr soll “Zeit zum Relaxen” sein. Ich möchte mir mehr Auszeiten gönnen. Ich will nicht 24 for 7 hours im Netz präsent sein. Einfach einmal nicht an das Internet denken, welches so wichtig für meinen Blog ist.

Relaxen – Baue dir eine Wohlfühloase

Es ist so ungemein wichtig sich daheim richtig wohl zu fühlen. An keinem Ort verbringt man so viel Zeit wie auf der Arbeit und Zuhause. Es gibt wirklich nichts schlimmeres als sich in den eigenen Vierwänden unwohl zu fühlen. Wie sollte man da auch relaxen können. Ich will nicht sagen, dass ich mich zuhause nicht wohl fühle, aber ich habe einfach den Hang Gegenstände immer mal wieder austauschen zu müssen. Ich glaube man kann das als eine Art Hobby sehen. Ich liebe es Räume immer wieder neu zu erfinden. Egal, ob es durch neue Möbel, eine neue Farbe oder durch schöne Accessoires ist. Vielleicht ist das Neugestalten auch eine Art mich von alten Lasten mental zu befreien.

Relaxen und wohlfühlen

Ich habe mir auch ganz fest vorgenommen, wie vor meinen Unverträglichkeiten, mich wieder intensiver dem Sport zu widmen. Denn das gehört zum Wohlbefinden dazu. Davor war ich nämlich sehr aktiv gewesen. Wir hatten eine Laufgruppe und trafen uns mehrmals die Woche zum Laufen. Obwohl Joggen nach wie vor nicht zu meinen Favoriten gehört, macht es meinen Rücken glücklich. Und da wären wir wieder beim Thema. Relaxen, wohlfühlen und gelassener werden. Der erste Schritt in diesem Jahr ist ist bereits getan. Jeden Abend vor dem Schlafen lese ich ein paar Seiten aus einem spannenden Buch. Dadurch schlafe ich wesentlich besser als wenn ich bis in die Puppen am Computer oder Fernseher hocke. Es ist auch wissenschaftlich bewiesen, dass man 30 Minuten vor dem zu Bettgehen zur Ruhe kommen soll, um einen guten Schlaf zu gewähren. Ebenfalls bin ich ganz stolz, dass Julia und ich das Shred Programm durchziehen. Ich bin auch schon sehr gespannt auf unsere Entwicklung. Sooo…für heute habe ich genug Gedanken durch die Luft gewirbelt. Ich gönne mir jetzt meinen neusten Kräuterlieblingstee “Elfenreich” und relax auf unserem schönen Retro Lounge Sessel.

Das glücklichste Los ist die Entbindung vom Tun und Lassen

Arthur Schopenhauer

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6 Comments

  • Sehr schöner Beitrag! Man setzt sich selbst einfach viel zu sehr unter Druck. Relaxen ist soo wichtig 🙂 Wünsche dir weiterhin viel Erfolg für 2017!

  • Das stimmt. Irgendwie hab ich manchmal das Gefühl man verlernt das Entspannen. Dabei ist es wirklich wichtig sich immer mal wieder eine gute Auszeit zu gönnen.

  • Liebe Svenja, du sprichst mir aus der Seele. Ich liebe es Zeit nur für mich zu nehmen und nur das tun, was mir Freude macht oder auch nur Relaxen. Man kommt aber viel zu wenig zu solchen Tagen oder Momenten, da man permanent was zu erledigen hat. Es ist zum Luxus geworden. Was Blogging angeht: obwohl ich nun ein Anfänger bin, merke ich was für ein Haufen von Tätigkeiten ich ausüben oder erledigen muss, was ich vorher nicht erahnt hätte. Es ist ein wunderbares Hobby aber es nimmt extrem viel Zeit und Energie im Anspruch. Wer die Sache nicht organisiert angeht, der wird bald überfordert. Ich bin froh mich für diesen Weg entschieden zu haben. Das einzige was mich ein bisschen ärgert ist die Abhängigkeit von vielen andern Personen bis man zur Veröffentlichung des Beitrages kommt. Aber man lernt viel dabei und das ist sehr gut.
    Danke für den tollen Artikel, ich habe ihn mit Freude gelesen.
    Liebe Grüße aus Luzern, Martina

  • Danke für deine schönen Worte Martina. Es stimmt Zeit ist mittlerweile ein Luxus geworden.
    In der Tat lernt man beim Bloggen eine ganze Menge. Das hätte ich im Laufe der Jahre selbst nie gedacht. Besonders schön ist es jedoch neue liebe Menschen dadurch kennenzulernen.

  • Toller Beitrag! Und irgendwie geht es so vielen hier doch gleich. Aus Spaß wird dann irgendwann Zwang und das sollte das Bloggen einfach nicht sein! ES sollte Freude machen und man sollte es gerne tun. Ich hab mir heuer vorgenommen einfach mehr offline und dafür viel gezielter online zu sein. Ich glaube, dass das mich wieder zur Ruhe kommen lässt. Ich hab wirklich jede freie Minute fürs Bloggen geopfert. Jetzt schreibe ich Beiträge vor, schieße schon ein paar Fotos für verschiedene Beiträge auf einmal und so wird alles koprimiert und ich habe wieder auch mehr Zeit für meine anderen Hobbys.

    Alles Liebe
    Lisa

  • Lisa, da gebe ich dir sooo recht. Man macht sich viel zu affig, um es mal so zu sagen 🙂 Ich gönne mir auch viel öfter eine Pause als zuvor. Ich nehme mir gezielt vor was anfällt und alles andere kann warten. Wie du sagst, das Bloggen soll Freude machen 🙂

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