WELCOME TO MIAMI!

Miami Beach is where neon goes to die

Lenny Bruce

Welcome to Miami!

Während man das ganze Jahr über den Größteil auf der Arbeit verbringt und einem nur wenig Privatzeit zuteil wird, erfreut man sich an den Urlaubstagen um so mehr. So und nicht anders ist es auch bei mir. Der Plan für diesen Urlaub war eigentlich eine Italienreise. Aber da wir so spät erst geschaut hatten, waren alle guten Angebote schon weg. Also suchten wir nach Alternativen. Als ich nichts interessantes im Internet gefunden hatte, wollte ich lieber in ein Reisebüro gehen. Vielleicht waren dort noch ein paar Schnäppchen auszumachen. So verabredete ich mich mit meinem Freund bei dem Reisebüro Sonnenklar. Dort hatten wir schon einige Male tolle Urlaube gebucht. Leider wurde ich dieses Mal jedoch enttäuscht. Zuerst hatte ich einen ziemlich arroganten Schnösel an Berater an meiner Seite, dann hatte mich auch noch mein Freund versetzt, weil – oh

Wunder – plötzlich noch Arbeit auftauchte und sein Freund ihn besucht hatte. Im Zeitalter des Handys sollte man meinen andere rechtzeitig informieren zu können. Pustekuchen! Missgelaunt trabste ich nach Hause. Urlaub war für mich gelaufen. Ich sah mich schon in einem völlig überteuerten Wellness Hotel an der Ostsee.

Am nächsten Tag, dem Samstag, ging ich wie üblich zu meiner Sportstunde. Glücklicherweise hatte mein Freund sich für das Versetzen noch entschuldigt, dennoch war ich etwas angesäuert, weil ich völlig umsonst dahin gegangen war. Denn der Verkäufer wollte nicht einmal Angebote per Email herausrücken. Als ich vom Sport heim kam, fand ich meinen Freund vor dem Computer wieder. Das schlechte Gewissen schien Flügel zu verleihen und er suchte schön brav nach Urlaubsangeboten. 23:30 Uhr war es dann

soweit! Wir buchten Miami Downtown im Hilton. Ich konnte es noch gar nicht fassen. Jetzt hieß es schnell Koffer packen.

Am Montag fuhren wir mit dem Auto nach Neuss. Dort stellten wir es bei den Eltern meines Freundes ab. Unser Flug ging nämlich von Düsseldorf aus, statt von Hamburg. so sparten wir insgesamt € 800. Der schöne Nebeneffekt wir konnten der Familie mal wieder einen Besuch abstatten, auch wenn es nur für eine Nacht war. Dienstag mitten in der Nacht um 3:30 uhr mussten wir los. Mit dem Zug ging es direkt zum Flughafen. Das Einchecken verlief ohne weitere Probleme. Dann ging es von Düsseldorf nach London mit einem recht kleinen, aber komfortablem Flieger. Unser Anschlußflieger war schön groß und super ausgestattet. Über den Komfort konnte man wirklich nicht klagen, denn jeder Sitz war mit seinem eigenen Tv ausgestattet und man hatte so viel Auswahl, dass es schon beinahe zu viel war.

Nach einem langen Flug inklusive Wartezeiten von 14 Stunden und ohne Schlaf landeten wir in Miami. Unser Flugzeug war sogar überpünktlich! Wir waren 45 Minuten schneller als geplant. Das nenn ich mal einen schnellen Flug in die Vergangenheit. Miami ist 6 Stunden zurück mit der Zeit im Gegensatz zu Deutschland. Als wir unsere Koffer hatten, suchten wir nach unserem gebuchten Shuttle Service. Nirgends war dieser aufzufinden. 45 Minuten später wurden wir fündig. Der Shuttle Service hatte die Flugzeiten nicht noch einmal gecheckt. Innerhalb von 15 Minuten erreichten wir auch schon Miami Downtown und unser Hilton Hotel. Wir erhielten das Zimmer 1205 in der 12.Etage. Das Hotel war irgendwo zwischen modern und altmodisch einzuordnen. Aber der Ausblick aus unserem Panorama Fenster war phänomenal. Wer hätte nicht gern einen so coolen Ausblick.

Morgens hatten wir uns eigentlich total auf das Frühstück gefreut, aber als man uns mitteilte, dass wir kein Buffet bekommen würden, verstanden wir nichts mehr. Laut Hotel hatten wir nur Continental gebucht. Wir mussten erstmal nachfragen was das denn bedeuten würde. Man klärte uns auf. Das Frühstück Continental ist ein Teller auf dem ein kleines Croissants, ein Muffin, ein Danone Joghurt, eine kleine Erdbeermarmelade, Butter, Philadelphia Aufstrich und eine kleine Schale Obst serviert wird. Dazu reicht man einen Orangensaft und eine Kanne Kaffee. Das ist wirklich nicht viel und wenn man jeden Tag das gleiche serviert bekommt, ist man schon etwas enttäuscht. Wenn man das Buffet möchte, muß man upgraden, sprich einen Aufpreis zahlen. Wir fanden es nur unverständlich warum das vorher nirgends erwähnt wurde, dann hätte man gleich das Buffet buchen können. So war das für uns verwirrend und unschön. Irgendwo sahen

wir es nicht ein, ein bezahltes Frühstück nochmnal per Aufpreis zu zahlen. Also wechselten wir zwischen Continental und Buffet einige Tage.

Nun hieß es die Gegend erkundigen. Wir fanden ziemlich schnell heraus, dass man zu Fuß in Miami keine guten Karten hat. Es fahren zwar Busse, Bahnen und Taxis, aber es ist nicht so einfach das alles herauszufinden. Am besten kommt man hier weg, wenn man sich ein Auto mietet. Aber auch ein Roller für kürzere Strecken hat so seine Vorteile. So mieteten wir einen Roller für 3 Tage. Wir wollten damit Miami und Miami Beach erkunden. Den Roller konnten wir ganz einfach mieten im gegen überliegenden Hotel, welches auch zum Hilton gehört. Dort konnte man neben Roller, Fahrräder und Segways auch Motorräder mieten. Das einzige Manko jedoch war, dass die vor Ort keine Helme besaßen. Als wir nach der Helmpflicht

fragten, hieß es in Miami gäbe es so etwas nicht. Eine Sonnenbrille würde als Schutz genügen. Das war doch wohl nicht deren ernst?

Wir brausten nur mit Sonnenbrilenschutz gen Miami Beach. Das Wetter ist hier unschlagbar. Man kann sagen, es ist mehr als hot. Die Strände von Miami Beach sind wirklich schön. Weiße Strände und dieses atemberaubende Türkis des Meeres ist einfach herrlich. Die Wassertemperatur ist sogar für kleine Frostködel etwas. Denn es herrschen Badewannentemperaturen vor. Wir fuhren von South Beach nach North Beach. Dort verweilten wir ein wenig. Doch leider machte unser Roller schlapp. Das Benzin lief heraus und natürlich sprang der Motor nicht mehr an. Wir mussten den Roller auf einen Parkplatz schieben. Glücklicherweise war dort auch eine spanische Bücherei. Dort half man uns freundlicherweise. Ein netter Herr rief für

uns die Firma an, wo wir unseren Roller gebucht hatten. Zuerst dachte die Firma wir hätten einen Unfall gehabt, dem war aber nicht so. Nach ungefähr 3 Stunden Warterei tauchte die Firma auf. Man fand heraus, dass irgendetwas innen drinnen defekt war, obwohl der Roller brandneu war. Man fuhr uns samt Roller in einem Bus zurück zum Hotel. Die Fahrt dauerte nahezu eine Stunde und ich wusste gar nicht mehr wie ich atmen sollte, denn der Roller stank fürchterlich nach Benzin. Der Fahrer befand sich vorne und dahinter, wo eigentlich eine Sitzreihe gewesen wäre, stand der Roller und dahinter saßen wir. Danach hatten wir eine Weile mächtige Kopfschmerzen. Aber daran war nicht weiterzudenken. Wir mussten den Sachverhalt mit dem Roller klären. Insgesamt mussten wir 5 x den Roller tauschen! 1.Benzinverlust, 2.kein Licht, 3.Räder rutschten ständig weg, 4.Seitenspiegel hielten nicht und der

5.Roller hatte zwar auch kleine Macken, aber mit denen konnte man leben.

Wir haben aber auch die Bahn in Miami Downtown getestet. Wirklich super praktisch. Aber auch etwas seltsam, dass ein Zug mit zwei Wagons ohne Fahrer gesteuert wird. Das tolle dieser Minizug ist kostenlos! Ebenfalls for free ist der Miami Trolley. Ein Bus, der einen auch an so ziemlich jede Station bringt. Alles andere an Verkehrsmöglichkeiten, die wir genutzt haben, mussten wir zahlen. Somit waren diese beiden Varianten wirklich top!

Unterwegs sind wir auf den wunderschönen, aber sehr kleinen Miami Beach Botancial Garden gestossen. Es gibt aber noch wesentlich mehr wunderschöne angelegte Parks.

4 Brücken verbinden Miami und Miami Beach. Das Panorama von der Brücke aus

ist wirklich beeindruckend. Wir sind alle Brücken gefahren, wenn schon denn schon 😉 Auf der einen Brücke muß man eine kleine Maut von $ 1,75 zahlen, da man dort durch ein Wohngebiet fährt. Hier sind viele Fahrradfahrer und Jogger unterwegs. Die Gegend ist wirklich schön. Viele kleine Häuschen mit eigenem Bootszugang sind am Wasser angelegt worden.

Wie in Deutschland gibt es auch hier Fahrräder, die man öffentlich mieten kann.

Neben den öffentlichen schönen Stränden in Miami Beach gibt es auch private Strände, die sehr empfehlenswert sind. Wir waren im Crandon Park  (pro Auto $ 5) und im Bill Baggs Cape Florida (pro Auto $ 8). Beide privaten Strände haben mir sehr gut gefallen, wobei der Crandon Park mir etwas besser gefallen hat. Denn dort sind Palmen, die einem ein karibisches Feeling geben. Aufgrund der Palmen ist es nicht

nötig einen Sonnenschirm mitzunehmen. Bei dem anderen Strand hingegen ist es ratsam einen Sonnenschirm dabei zu haben oder sich einen zu mieten. Im Crandon Park kann man auch grillen, da extra dort welche bereit stehen. Wer frische Kokosnüsse liebt, der kann sie hier einsammeln und selber öffnen. Wir haben dort Nüsse gesammelt und anschliessend das Kokos genossen. Die Kokosnußmilch schmeckt wässrig mit einer Spur von Kokos. Ich trinke die gerne, aber es ist halt nicht jedermans Geschmack. Wenn ihr die Kokosnüsse öffnen wollt, seid geduldig, denn es ist nicht einfach! Ein scharfes stabiles Messer solltet ihr auch dabei haben! Übrigens Kokosnüsse findet ihr auch an den öffentlichen Stränden von Miami Beach.

Im Crandon Park müsst ihr etwas auf die frechen Vögel aufpassen. Wir hatten etwas zum naschen und trinken dabei. Die

Naschis in der Tüte haben die Vögel aufgerissen und haben sich an unseren Keksen bedient. Wir waren zu dem Zeitpunkt am Grill und mit den Kokosnüssen beschäftigt. Wir haben es erst bemerkt als man uns darauf aufmerksam machte. Es gibt in Miami eine ganz süße Straße mit richtig niedlichen altmodischen Häusern. dort sind viele Restaurants mit sehr gutem Essen. Ich kann jedem nur ans Herz legen da einmal speisen zu gehen. Ideal auch für frisch verliebte 🙂 Die Straße heißt Espanola Way. Sie befindet sich zwischen der 14.th und 15th Straße.

In Miami ist es sogar von Vorteil, wenn ihr der spanischen Sprache mächtig seid, denn dort wird mehr spanisch gesprochen als englisch. Uns ist es sehr oft passiert, dass man nur auf spanisch mit uns sprechen wollte. Leider ist mein spanisch derzeit sehr eingerostet, aber ich überlege das aufzufrischen! Shoppen könnt ihr in Miami auch. Aber Miami ist nicht unbedingt so viel billiger als Deutschland, deshalb habe ich recht wenig geshoppt. Aber für die, die unbedingt shoppen möchten, die können sich hier informieren: Miami Shopping. Mein Favorit unter den Einkaufsmöglichkeiten war die Bayside Marketplace, weil das Ambiente so wunderschön ist. Man kann shoppen im freien und die Atmosphäre ist dort ganz besonders. Ich sage nicht, dass dort die besten Läden sind, aber es ist einen Besuch wert. Dort sind viele kleine Restaurants, wo man gut essen kann am Hafen. In der nähe befindet sich auch das Hardrock Cafe. Ihr müsst das einmal von innen sehen. Total hübsch! Weitere Informationen über Miami und Miami Beach findet ihr hier.

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2 Comments

  • Ich war schon drei oder vier Mal in Miami Beach und es war jedes Mal ein Erlebnis. Ich liebe die riesigen Shopping Malls dort, den ewig langen Strand in Miami Beach und das superleckere Restaurant Joe’s Stone Crabs. Warst Du dort auch schon essen?

  • Leider nein, da war ich nicht 🙁
    ich war auch bisher nur einmal in Miami. Aber es ist schon toll da, das stimmt 🙂

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