LIEBE IST… KATZENLIEBE IST…

Anzeige

Gemeinsamkeiten machen eine Beziehung angenehm, interessant wird sie jedoch erst durch die kleinen Verschiedenheiten.

Konfuzius

Liebe ist… Katzenliebe ist…

Bereits im alten Ägypten waren Menschen von Katzen fasziniert. Besonders von ihren ausdrucksstarken Augen ließen sie sich verzaubern. Man sagte, das Leuchten der Katzenaugen in nächtlicher Dunkelheit und die Veränderung der Pupille von schmal zu kreisrund sei eine direkte Verwandtschaft zu Sonne und Mond. Die Katzen galten als heilige Tiere und wurden sehr verehrt.
Nicht nur die alten Ägypter fühlten sich hingezogen zu dem mystischem Katzengetier, auch ich habe mein Herz an die unabhängigen Pfotenwanderer verloren. Der Blick in ihre allwissenden Augen hat mich in ihren Bann gezogen. Niemals habe ich zuvor erlebt, dass ein Wesen nur durch ihre Augen mein Herz so berühren kann. Wer “katzisch” spricht, versteht die Samtpfote anhand ihrer Augen- und Körpersprache.

Mein erster enger Kontakt zu einem Tier begann mit 5 Jahren. Mein Vater brachte eines Tages einen blauen laustarken Wellensittich mit. Ich liebte dieses kleine Kerlchen vom ersten Tag an. Die Verbindung von Tieren und mir begann. Im Laufe der Jahre wuchs mein Interesse an der Tierwelt. Ich bewunderte die Vögel für das Fliegen und wäre gern einmal mit ihnen gemeinsam um die Welt geflogen. Ich bewunderte die Schmetterlinge für ihre Schönheit. Ich bewunderte die Hunde für ihre Treue und Zuverlässigkeit. Eines Tages kreuzte eine schwarze Katze mit goldenen Augen meinen Weg. Wie selbstverständlich ging sie ihres Weges und beachtete mich kaum. Ich blieb wie angewurzelt stehen. Nie zuvor hatte ich so ein Wesen getroffen. Sie strahlte etwas geheimnisvolles aus. So schön und doch so unnahbar. Ich wollte vom ersten Moment an ihre Freundin sein. Doch diese Katze lehrte mich Abstand zu halten. Ihre Augen verrieten Misstrauen. Warum sollte sie ein ihr völlig fremdes Geschöpf an sich heranlassen? Aus sicherer Entfernung beobachtete sie mich. Ich fühlte mich dennoch zu ihr hingezogen und wollte mich ihr nähern. Doch als ich ihre Distanzzone übertrat, verschwand sie. Irgendwie fühlte ich mich zurückgewiesen.

“I love you more than words can say”

Immer wieder liefen mir von Zeit zu Zeit Katzen über den Weg. Jedes Mal versuchte ich ihnen näher zu kommen. Mit Geduld, Durchhaltevermögen, Respekt, Zuversicht und Liebe bot ich ihnen meine Freundschaft an. Ich wollte ihnen zeigen, dass sie mir Vertrauen konnten. Viele Enttäuschungen folgten, aber irgendwann suchten diese geheimnisvollen Tiere meine Nähe. Fremde Katzen brachten mir sogar zum Symbol ihrer Zuneigung tote Mäuse. Sie wollten ihre Beute mit mir teilen. Es war rührend und zugleich erschreckend. Rührend, dass ein Tier durch Taten Gefühle zeigte, “Ich habe dich gern”. Erschreckend, weil ein anderes Tier sein Leben lassen musste. Doch ist mir durchaus bewusst, dass ich dies als natürlichen Kreislauf des Lebens anerkennen muss. Leben, leben lassen und Leben gehen lassen durch die Bestimmung der Natur.

Meinerseits konnte ich den Tieren nur bedingungslose Liebe entgegen bringen. Ich musste lernen zu verstehen, dass Katzen ihre ganz eigene Vorstellung von Zuneigung haben. Die besten Lehrer waren hier meine eigenen Katzen. Die erste Katze zu der ich eine sehr enge Verbindung aufbaute, war eine Glückskatze. Damals wohnte ich mit meinem ersten Freund zusammen und er brachte irgendwann die Katze mit. Sie war eine sehr sanftmütige Seele. Sie war unglaublich lieb und vertraute uns. Sie war wirklich ein Geschenk. Doch eine unheilbare Krankheit stahl ihr nach und nach ihre Lebenskraft. Die Entscheidung Richter zu spielen, um über Leben und Tod eines anderen Lebewesens zu entscheiden, machte mich fertig. Ich versuchte logisch zu denken, denn ich wollte das Beste für mein leidendes Tier. Obwohl man das Beste will, können solche Entscheidungen einen belasten. Die Antwort auf Richtig und Falsch gibt es nicht. Man kann sich da nur auf das Bauchgefühl und den Rat von Ärzten verlassen. Ein Lebewesen gehen zu lassen ist wohl die schwerste Entscheidung, die man nur treffen kann. Alles was am Ende bleibt sind die Erinnerungen.

Katzenliebe verstehen lernen

Katzen verschenken ihr Herz nicht einfach so. Ein Mensch muss sich die Zuneigung verdienen. Katzen sind sehr geduldig. Liebe braucht Zeit. Es ist wie bei den menschlichen Beziehungen. Erst einmal muss man sich beschnuppern. Bei Gefallen und Sympathie wird das Vertrauen Stück für Stück aufgebaut, so dass die Liebe wachsen kann. Natürlich gibt es auch Fälle, wo die Katze keinen Gefallen am Menschen findet. Es ist eben wie bei uns Menschen, entweder man kann sich riechen oder nicht. Bisher hatte ich das Glück, dass all meine Samtpfoten mir zugetan waren. Wichtig ist in jedem Fall, dass man seiner Katze die Aufmerksamkeit schenkt, die sie benötigt. Katzen zeigen ganz direkt, was sie wollen.

Sag es mit einem Geschenk

Katzen drücken gern ihre Liebe aus in dem sie einem ein Geschenk machen. Gerade, wenn die Katze ein Freigänger ist, kann es sein, dass sie auch mal tote Tiere anschleppt. In dem Fall darf man seine Samtpfote nicht ausschimpfen. Sie muss gelobt werden. Denn es ist ein Symbol der Zuneigung.

Treteln bis es schmerzt

Nicht nur im Katzenwelpenalter treteln die Kleinen, wenn sie an der Zitze der Mutter Milch trinken, auch noch später behalten die Katzen diese Eigenart bei. Es symbolisiert Wohlgefühl, Zufriedenheit und tiefe Zuneigung. Beim gleichmäßigem Treteln schliesst die Katze gern die Augen. Mein einer Kater tretelt ständig und besonders gern auf meinem Schoß.

Köpfchengeben

Wenn eine Katze den Kopf neigt und sich in die hohle Handfläche von uns schmiegt, ist ein Zeichen der Vertraut. Meistens schliessen Katzen dabei sogar die Augen, weil sie diese Verbundenheit geniessen. Meine Katzen zeigen mir auf diese Art und Weise auch ihre Zuneigung.

Das Anstarren & Zwinkern

Ich hab mich schon oft gewundert, warum meine Katzen mich manchmal so anstarren und dann langsam zwinkern. Nun weiß ich, dass es heißt, “Ich liebe Dich”. Ich übe mich in “katzisch” und versuche es auf die gleiche Weise.

Das Lecken & Knabbern

Vertraut die Katze einem zu mehr als 100 Prozent, dann könnte es sein, dass sie die Finger und Hand ableckt, manchmal sogar leicht anknabbert. Alles das passiert aus bedingungsloser Liebe zu ihrem Menschen.

Das Schnurren

Schnurrt die Katze in der Gegenwart eines Menschens, ist auch dies ein Anzeichen von Liebe. Durch das unterschiedliche Schnurren kann die Katze ihre Gefühle zum Ausdruck bringen.

Der tanzende Schwanz

Die Sprache eines Katzenschwanzes ist vielfältig. Tänzelt der Schwanz seicht oder ist die Spitze des Schwanzes leicht gekrümmt, ist das ebenfalls ein Zeichen von Zuneigung.

Der Beinstreichler

Katzen streichen gern mal einem um die Beine, dass ist auch ein Zeichen für Zuneigung.

Der Nasenstupser

Ein weiterer großer Liebesbeweis ist der Nasenstupser. Man könnte auch sagen die Katzen möchten näseln wie die Eskimos.

Bauchfrei

Wenn Katzen einem den Bauch zeigen, haben sie vollstes Vertrauen zu einem.

Liebe ist… ein anderes Lebewesen durch Liebe verstehen zu lernen

Es ist in der Tat so, wer sein Tier liebt, wird es auch ohne Worte verstehen. Zu Beginn braucht es Zeit, aber man lernt recht schnell die Sprache seines Lieblings. Unsere Vierbeiner haben es ebenso gelernt durch bestimmte Verhaltensweisen mit uns zu kommunizieren. Im Gegensatz zu uns Menschen lieben Tiere uns bedingungslos. Sie nehmen uns so, wie wir sind. Sie akzeptieren uns mit all unseren Fehlern. Die einzigen, die etwas verändern können, sind wir selbst. Wir können noch viel von unseren Vierbeinern lernen.

Schesir

Weitere Themen:

 

Tags from the story
, , , , ,
Written By
More from strasskind

Die 10 häufigsten Fragen der Tierbesitzer zur Mischfütterung

Vielen lieben Dank für die Einsendung eurer zahlreichen Leserfragen zum Thema „Mischfütterung“....
Read More

12 Comments

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

* Die DSGVO-Checkbox ist ein Pflichtfeld

*

Zustimmung