DAS ZWEITE GEHIRN – DER INTELLIGENTE BAUCH UNSERER KATZE

„Intelligenz beginnt im Bauch! Nur wer seinen Hunger stillt, kann denken.“

Strasskind

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Das zweite Gehirn – Der intelligente Bauch unserer Katze

Der menschliche Darm im Vergleich zur Katze

Wer hätte je gedacht, dass der menschliche Magen-Darm-Trakt ein eigenständiges Nervensystem mit rund 200 Millionen Nervenzellen besitzt? Das sind so viele neuronale Zellen, wie das Gehirn einer Katze hat. Also kann man gut und gern behaupten, dass der Bauch ein schlaues “Kerlchen” ist.

Die Nervenzellen (Darmneuronen) und Darmbakterien unseres Darms haben große Auswirkungen auf unser Wohlbefinden und unsere Gesundheit! Alles ist sehr eng miteinander verknüpft. Der Darm spielt aber nicht nur bei den Menschen eine immense Rolle, bei unserer geliebten Katze verhält es sich nicht viel anders: Hat die Samtpfote eine gesunde Magen-Darm-Flora, zeigt sich dies in ihrem Wohlbefinden.

Die Verdauung der Katze

In der Natur geht die Katze als Einzeljäger auf Beutezug. Sie jagt und spielt mit ihrer Beute bis zur Erschöpfung. Der Todesbiss ist letztendlich die Erlösung, bevor die Katze ihren Fang verspeist. Unsere heutigen Hauskatzen müssen nicht mehr auf Fangzug gehen. Auch wenn der Jagdtrieb als Instinkt bleibt, haben Hauskatzen in der Regel ihren persönlichen Dosenöffner – uns.

In der Natur wird nach der „Jagd“ die Beute, mit den Reißzähnen in Stücke zertrennt. Im Maul wird die Nahrung mit dem Speichel gleitfähig gemacht, so dass leichter geschluckt werden kann. Doch im Gegensatz zu den Menschen besitzt Katzenspeichel keine Enzyme, die die Nahrung schon zur weiteren Verdauung aufspalten.


Durch das Schlucken gelangt der Bissen durch den Rachen in die Speiseröhre. Muskelkontraktionen befördern die Nahrung in den einhöhligen Magen, der sich zur linken Seite des Bauchraumes hinter der Leber befindet. Im leeren Zustand hat der Magen einer Katze lediglich einen Durchmesser von ca. 2 cm.

In der Magenschleimhaut befinden sich Drüsen, die säure- und enzymhaltigen Magensaft produzieren, mit dem Keime abgetötet werden, auch beginnt hier die Verdauung der Nahrungseiweiße. Der Nahrungsbrei wird durch Muskelkontraktionen weiter in den Darm befördert, welcher in der Bauchhöhle liegt. Er beginnt am Magenausgang und endet am After. Der Darm wird unterteilt in Dünn- und Dickdarm. Fleischfresser oder Carnivore besitzen einen kürzeren

Dünndarm und sind an eine leicht verdauliche und nährstoffreiche Nahrung angepasst. Die Verweildauer im Darm ist vergleichsweise kurz.


Der Zwölffingerdarm ist der Anfang des Dünndarms. Hier werden Gallenflüssigkeit und Bauchspeicheldrüsensäfte über den Gallengang, der in den Zwölffingerdarm mündet, beigemengt. Die Gallenflüssigkeit neutralisiert die Magensäuren und emulgiert Fette, damit die fettverdauenden Verdauungssäfte effektiv die Fette in Fettsäuren und Glycerin zerlegen, d.h. verdauen können.

Der Bauchspeicheldrüsensaft sorgt für die weitere Neutralisierung der Magensäuren und die enthaltenen Verdauungsenzyme bewirken die Verdauung von Fetten, Eiweißen und Kohlenhydraten. Die

Spaltprodukte der Verdauung, d.h. Aminosäuren, Fettsäuren und Einfachzucker werden dann durch die Darmwand in den Körper aufgenommen.

Die Dünndarmschleimhaut besteht aus Zotten, die nährstoffdurchlässig sind, so können auch Nährstoffe aktiv oder passiv durch den Körper aufgenommen werden. Der Dickdarm hat die Aufgabe, nicht verwertbare Nahrungsbestandteile einzudicken und wasserlösliche Vitamine, Fettsäuren und Salze in den Körper aufzunehmen. Alles, was nicht verwertet werden kann, wird im Mastdarm gespeichert und letztendlich über den After als Kot ausgeschieden.


Die Nährstoffe, die der Körper aufnimmt, gelangen über das Blut zur Leber. Das ist der Ort, an dem die meisten

Stoffwechselvorgänge stattfinden. Hier werden Nahrungsbestandteile umgebaut und toxische Nährstoffe neutralisiert  oder entgiftet. Erst dann werden sie über Darm, Nieren oder Haut ausgeschieden.

Der Verdauungsvorgang im Bauch der Katze

Die Nahrung verweilt in etwa 24 – 36 Stunden im Magen-Darm-Trakt der Katze. Das ist abhängig von der Zusammensetzung des Futters, der Verdaulichkeit und den Fütterungsabständen. Unlösliche Ballaststoffe haben ebenfalls einen großen Einfluss auf die Passagezeit durch den Darm. Im Magen ist die Verweildauer 2 – 8 Stunden, im Dünndarm 1 – 2 Stunden und im Dickdarm 18 – 24 Stunden.

Organe die zum Verdauungssystem gehören:

  • Maulraum: Lippen (Lefzen), Zähne, Zunge, Speicheldrüsen, Rachen Speiseröhre
  • 
Magen, Leber mit Gallenblase, Bauchspeicheldrüse
  • Dünndarm: Zwölffingerdarm, Leerdarm, Krummdarm
  • Dickdarm: Blinddarm mit Wurmfortsatz (Appendix), Grimmdarm, Mastdarm
  • After

Jeder Abschnitt des Verdauungssystems hat eine spezielle Aufgabe. Kommt es an einer Stelle zu Störungen, hat das in den nachfolgenden Bereichen ebenfalls Störungen zur Folge, wie zum Beispiel Durchfall oder Verstopfungen.
 
Damit unsere Samtpfote sich rund um wohl fühlt, ist es wichtig, dass durch eine gesunde, ausgewogene Ernährung die Darmwand leistungsfähig erhalten wird. Mehr zum Thema Ernährung findet ihr bei Purina ONE.

Seelenbalsam für das Wohlbefinden der Katze

Wer sich mit der Anatomie und dem Essverhalten seiner Katze auseinandergesetzt hat, hat schon einmal eine gute Basis gelegt und versteht die physischen Bedürfnisse seines Lieblings. Doch neben der Nahrung ist es auch wichtig, für das psychische Wohlbefinden zu sorgen. Andersherum wirkt sich Stress und Unwohlsein negativ auf den Darm aus. Genau wie wir benötigt unsere Katze ein Umfeld, in dem sie sich rundum wohl fühlt. Das beginnt bereits zuhause. Ein schönes Heim sorgt für den Wohlfühfaktor: Wenn sie

genügend Kratzmöglichkeiten und die Chance auf einen Fensterplatz hat, sowie einen Platz an dem sie sich ungestört zurückziehen kann, wäre das ideal. Nicht zu vergessen die Liebe, die man seinem Vierbeiner entgegen bringt. Regelmäßige Streicheleinheiten und gemeinsame Aktivitäten wie Clickern oder Bürsten stärken die Bindung und steigern das Wohlbefinden.

Es ist sogar wissenschaftlich bewiesen, dass das Schnurren der Katze eine beruhigende Wirkung auf den Menschen hat. Die maximale Schnurrfrequenz von 25 bis 40 Hz hat einen entspannenden Einfluss auf den menschlichen Körper. Selbst das Herz beginnt, etwas langsamer zu schlagen und der Blutdruck wird gesenkt. Als Person mit einem stressanfälligen Magen, kann ich dem nur

zustimmen. Immer wenn mich ein Unwohlsein packt und eine meiner drei Katzen sich zu mir legt und zu schnurren beginnt, lausche ich den sanften Schnurrgeräuschen und komme zur Ruhe. Oftmals schlafe ich sogar ein. Bei uns dreien daheim ist es ein Geben und Nehmen: Wer gerade am meisten Zuwendung benötigt, gesellt sich zu mir und holt sich ein paar Streicheleinheiten ab. Oft geselle ich mich aber auch zu meinen Katzen, weil ich ihre Nähe suche.

Dieser Artikel ist in Kooperation mit Purina ONE entstanden.

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