WIE DÜFTE UNS MANIPULIEREN

Wie Düfte uns manipulieren

Wer kennt es nicht! Es gibt Menschen, die sind uns von Anhieb auf sympathisch, und andere wiederum können wir vom ersten Augenblick an nicht leiden, ohne recht zu wissen warum. Darunter gibt es wiederum Personen, die wir im wahrsten Sinne des Wortes nicht riechen können. Da hilft nicht einmal ein gutes Deo. Es ist der Eigenduft, den man einfach nicht mag. Bei Speisen verhält es sich nicht anders.

Manche von ihnen rufen bei uns einen regelrechten Würgereiz hervor. Keine Sinneswahrnehmung beeinflusst unsere Gefühlswelt so stark wie das Riechen. Unser Gehirn speichert den olfaktorischen Sinneseindruck ab. Somit erscheinen uns einige Düfte als sehr unangenehm, weil diese mit bestimmten Erinnerungen gekoppelt sind. Ob wir einen Duft für gut oder weniger angenehm empfinden, ist also abhängig davon, in welcher Situation wir das erste Mal den Geruch wahrgenommen haben.

Jeder von uns hat im Laufe des Lebens seine ganz speziellen Duftvorlieben entwickelt. Resultierend aus Erlebnissen und Erfahrungen, die unser empfindliches Näschen geprägt haben. Ein Teil wurde aber auch anerzogen Dank unserer Eltern. Angenehme Erlebnisse verbinden wir mit einem guten Duft. Andersherum mit einem weniger angenehmen Duft. Es gibt jedoch Düfte, die von nahezu jedem als angenehm empfunden werden.

Der Geruch von Orangen wird vermehrt als positiv gewertet, weil er in enger Verbindung mit Weihnachten gebracht wird.

Die feine Nase des Babys im Mutterleib

Ein Ungeborenes ist ab der 28.Schwangerschaftswoche in der Lage Gerüche wahrzunehmen. Dementsprechend werden die Düfte durch die Verbindung mit der Mutter als positiv oder als negativ abgespeichert. Der Mensch besitzt rund 30 Millionen Riechzellen. Weniger als so manches Tier. Ein Hund beispielsweise besitzt über 300 Millionen Riechzellen.

Unsere Nase ist ein sehr sensibles Sinnesorgan. Gerüche lassen sich trainieren und verfeinern. Übung macht den Meister.

Düfte mit positiver Wirkung

Es gibt tatsächlich Düfte, die sich sehr positiv auf unser Gemüt auswirken. Minze und Zitrone sind förderlich bei der Konzentration. Sie wirken auch stimmungsaufheiternd. Der Duft von Kaffee, Kuchen und Kekse hingegen wirkt Stress abbauend.

Die Person wird gelassener und ruhiger. Nun könnt ihr euch vorstellen, warum man in Meetings oder Vorstellungsgesprächen man immer Kaffee, Tee, Wasser und Gebäck angeboten bekommt. Es soll einfach eine gelassene Stimmung aufkommen. Sandelholz wirkt sich regenerierend auf die Hautzellen aus und beschleunigt gar die Wundheilung. Manche Duftstoffe wie Linalool (im Lavendel oder Gardenia-Azetal) haben eine pharmakologische Wirkung. Ähnlich wie Valium sind sie schlaffördernd.

Selbst der Darm hat einen Geruchssinn

Forscher fanden heraus, dass die Darmschleimhaut vier verschiedene Duftsensoren aufweist. Magen und Darm sind also in der Lage Gerüche zu sondieren. Beispielsweise entdeckte man Geruchssensoren für Aromastoffe wie Thymian, Nelken oder Muskat. Die Aromastoffe veranlassen die Schleimhaut dazu Serotonin freizusetzen. Dieses beeinflusst die Darmbewegung und Sekretion von Verdauungssäften. Registrieren die Schleimhautzellen die Aromastoffe, so kann es unter Umständen zu Verstopfung, Durchfall oder sogar Darmentzündungen kommen. Zucker und Fettsäuren regen ebenfalls die Serotoninproduktion an. In der heutigen Zeit beinhalten nicht nur viele Nahrungsquellen Aromastoffe, sondern auch etliche Kosmetikartikel.

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