VITA VERDE BIO ROHKOST

Wie sagt man so schön? Liebe geht durch den Magen und Selbstliebe wohl auch. Der Anfang des neuen Jahres fühlt sich nicht viel anders an als das vergangene Jahr. Mit dem Unterschied, dass ich mir wieder ein paar neue Ziele gesteckt habe. Unter anderem gehört dazu, dass ich mich mehr mit dem Thema Kochen & Backen auseinandersetzen möchte. Ihr wisst ja, ich habe immer betont, dass ich lieber esse als koche. Fakt ist nun einmal, dass mir das Essen zubereiten alleine keine Freude bereitet. Oft weiß ich auch gar nicht so recht was ich machen möchte. Außerdem ist es mir ein Graus stundenlang in der Küche zu stehen und Rezeptbücher zu wälzen. Ständig essen gehen möchte ich aber auch nicht. Denn die Vergangenheit hat gezeigt, dass sehr viele Restaurants das Thema Unverträglichkeiten nicht ernst nehmen. Eine Sache, die mich massiv stört. Wie kann es sein, dass man als Mensch mit Unverträglichkeiten, so oft als Person abgestempelt wird, die nur wählerisch scheint? Viele denken ernsthaft, dass man nur einem Modetrend hinterher rennt. Mir ist schon klar, dass sicherlich viele Leute auf den Zug aus einer Laune heraus drauf springen. Dennoch muss man differenzieren. Es kann nicht sein, wenn man beim Bäcker etwas bestellt mit der Information worauf man reagiert, dass die Verkäuferin einem dann noch etwas vormacht, und man letztendlich krank im Bett liegt. Unverträglichkeiten sind schon echt problematisch, weil man teilweise Tage darunter leidet. Es gibt auch Leute, die allergisch auf Produkte reagieren. Eine Falschauskunft kann unter Umständen tödlich sein. So war das bei einer Bekannten. Im Gegensatz zu mir reagiert sie allergisch auf bestimmte Lebensmittel. Die Bäckerin hatte ihr wissentlich verschwiegen, dass Nussspuren im Gebäck enthalten waren, weil die dachte, dass hier wieder ein Kunde mit Sonderwünschen vor ihr stand. Das Ende vom Lied war, es musste ein Notarzt gerufen werden. Im letzten Moment wurde sie gerettet. Viele die auf Nüsse allergisch reagieren, ersticken ganz qualvoll. Für mich ist das eine ganz große Sauerei, wenn man explizit im Geschäft angelogen wird. Schliesslich ist das schon anstrengend genug, dass man seine Essgewohnheiten komplett umstellen muss. Ich empfinde das immer als total unangenehm, wenn ich stets im Restaurant, Café oder beim Bäcker nachfragen muss, ob darin XY enthalten ist.

Seit solchen Vorfällen, gehe ich recht selten auswärts essen. Freunde rieten mir, ich solle mir doch sonst einfach einen Salat bestellen. Es zählt doch nur, dass nette beisammen sein. Das ist mir schon klar. Aber ich habe auch einfach keine Lust nur an Salatblättern zu nagen. Im Restaurant duftet es immer so unglaublich gut und wenn alle um mich herum Leckerein bestellen, fühle ich mich benachteiligt. Ich kenne mich, manchmal tanze ich aus der Reihe und esse etwas „verbotenes“. Die bevorstehende Nacht entpuppt sich dann als wahrer Alptraum. Oft habe ich tagelang Magenschmerzen. Deshalb gehe ich einfach selten mit. Hamburg bietet nach wie vor einfach zu wenig Möglichkeiten für solche „Spezies“ wie mich. Ich habe in den letzten Monaten so oft gedacht, warum gibt es denn keine Restaurants, die speziell für Unverträglichkeiten etwas anbieten. Manchmal tu ich mir schon selber leid. Das einzige Gute an der ganzen Geschichte ist, dass ich mich viel intensiver mit der Ernährung befasse als je zuvor. Ich achte nicht nur mehr darauf, woher ein Produkt stammt, sondern auch wie das Produkt sich auf den Körper auswirkt. In meinen beiden Artikeln Oranger Smoothie & Carotinoide und Grüner Smoothie & Superfoods bin ich schon auf bestimmte Eigenschaften eingegangen. Personen die an Unverträglichkeiten leiden müssen nicht nur bestimmte Produkte meiden, sondern müssen auch darauf achten in welche Kombination sie ihr Essen einnehmen. Vieles findet man erst nach Selbstversuchen heraus oder durch die Führung eines Ess-Tagebuch. Das hatte ich bereits auch hier erwähnt gehabt.

VITA VERDE & ROHKOST

Obwohl ich mich schon recht gesund ernähre, finde ich immer noch kleine Schwachstellen. Mir ist aufgefallen, wenn ich warme Mahlzeiten zu mir nehme fühle ich mich oft schwer danach. Besonders Produkte in denen Fett und Gluten enthalten sind machen mir zu schaffen. Das war auch schon vor meinen Unverträglichkeiten so. Der Unterschied bestand nur darin, dass ich darauf nicht mit „Magen-Darm“ reagiert habe. Ernähre ich mich viel von Rohkost und leichten Suppen, habe ich mich hingegen immer vital und leicht gefühlt. Während meiner veganen Challenge spürte ich im Laufe der Zeit eine positive Veränderung. Bei der veganen Ernährung achtet man natürlich bewusst auf die Zusammensetzung seiner Produkte. Außerdem isst man Dinge, die teils vorher gar nicht auf dem Speiseplan standen. Es wird einfach mehr auf eine ausgewogene und bewusste Ernährung geachtet. Während der Weihnachtszeit haben wir natürlich geschlemmt und der Speiseplan war alles andere als wirklich gesund. Was mir besonders auffiel, Rohkost sowie gedünstetes Gemüse war für meinen Magen besonders bekömmlich. Am schwersten fiel es mir jedoch auf Zucker zu verzichten. Als Ersatz habe ich auf Agavensirup zurück gegriffen. Mit der Zeit schafft man es aber auch vollständig auf das Süße zu verzichten. Leider habe ich wieder angefangen Zucker zu mir zu nehmen. Zu Beginn ampfand ich die erste Zuckeraufnahme als viel zu süß, aber mein Körper gewöhnte sich ganz fix wieder an das verfluchte Zeug. Zucker macht träge und süchtig. Ohne Zucker ging es mir wesentlich besser. Vermutlich kann man den Zuckerentzug ähnlich wie den Rauchentzug beschreiben. Vielen ist gar nicht bewusst, dass sie „zuckerabhängig“ sind.

Stück für Stück versuchen wir zuhause die letzten „Suchtmacher und Krankmacher“ vom Speiseplan zu verbannen. Eingekauft haben wir dieses Jahr viel grünes Gemüse, Dinkelprodukte und frisches Obst. Gekocht wird nach Rezept. Entweder vegan oder nach der Blutgruppen Diät. Ich hatte erwähnt, dass mein Freund sich dem Versuch unterzogen hat. Ich halte mich nur teils daran, weil ich immer noch nicht meine Blutgruppe weiss. Derweil belese ich mich weiter. Rohkoste steht bei mir aktuell ganz weit oben auf dem Plan. Durch Vital Verde hatte ich die großartige Chance einige Produkte zu testen.

Der Mensch ist, was er isst

Vita Verde – Die Olivenmanufaktur

Vita Verdes Lebensphilosophie bezieht sich auf eine gesunde natürliche Ernährung mit authentischen lebendigen Produkten. Seit über 25 Jahren beschäftigt sich das Unternehmen mit der Olivenproduktion. Gemeinsam mit Olivenbauern aus Griechenland hat man einen hohen Qualitätsstandard für den Anbau und Produktion von Oliven, Olivenöl und Pesti entwickelt. Nachdem die Oliven optimal gereift sind, werden diese geerntet, gewaschen, leicht luftgetrocknet und mit ein wenig unraffinierten Meersalz konserviert und verpackt. Dank des Produkttests durfte ich mich selbst von dem Geschmack überzeugen. Mir persönlich haben diese Oliven besser geschmeckt als die üblich eingelegten Oliven oder Antipasti Speisen. Denn es war nicht so fettig. Außerdem hat die Olive einen wirklich etwas anderen Geschmack gehabt, als die die ich sonst hatte. Sie haben sehr saftig geschmeckt. Hier einmal im Überblick, welche Produkte ich getestet habe.

Olivenöl Peloponnes

Für das fruchtige Öl werden Koroneiki Oliven aus biologischem Anbau verwendet, die kalt gepresst werden. Das erfolgt unter 25°C. Das Öl ist gefiltert und wird erst nach Wochen der Ruhe und des Absetzens der Schwebstoffe abgefüllt. Das Öl schmeckt wunderbar in Salaten, pur mit Salz und Pfeffer auf einem frischem Brot oder auch in Pfannengerichten.

 Kalamata Oliven ohne Kern

Die Kalamata Oliven werden per Hand selektiert und in hochwertigem Olivenöl und 2% Essig eingelegt. Meersalz macht das Produkt haltbar. Die Oliven schmecken als Beilage zum Gericht weltklasse. Ich bin richtig begeistert vom Geschmack und wir haben die sogar zwischendurch genascht.

Heldenkraut Bärlauch-Tomaten-Pesto

Das Pesto besteht aus Olivenöl kombiniert mit wildem Berg-Bärlauch und getrockneten Tomaten. Der Name Heldenkraut stammt aus dem antiken Griechenland. Bereits seiner Zeit wurde der Bärlauch als Heldenkraut bezeichnet.

Basilikum gerebelt

Das Produkt besteht aus sonnengetrockneten Basilikum. Kann man wunderbar über ein Gericht streuen oder in beispieslweise Tomatensauce einarbeiten.

Myrtenbeeren

Die Myrte ist historisch gesehen eine der wichtigsten Pflanzen und wird als Heilmittel verwendet. Sie sind mit den Blaubeeren verwandt. In Griechenland wird Tee aus den Blättern und Beeren gemacht. Man kann das Gewürz über einem Gericht streuen oder in Saucen einbinden.

Vita Verde & Pasta

Bei Oliven und Pesto muss ich immer an Pasta denken. Also haben wir ein Nudelgericht gezaubert. Das Gericht war innerhalb weniger Minuten fertig. Wir haben dafür folgende Zutaten verwendet:

Zutaten

1 x Dinkelnudeln

1 x Antipasti (Tomaten-Paprika-Kräuter), 1 x Olivenöl, 1 x kernlose Oliven, 1 x Basilikum gerebelt, 1 x Myrtenbeeren, 1 x Pesto

Zubereitung

Wir haben das Gericht für zwei Personen zusammengestellt. Das heißt wir haben nur so viel verwendet, dass genau zwei Persönchen satt werden. Wenn ihr also eine 500g Packung Dinkelnudeln da habt, nehmt nur die Hälfte davon. Unsere Nudeln haben nur 6 Minuten gebraucht bis sie gar waren. Dann haben wir in eine Pfanne einen Schuß Olivenöl gegeben, gewartet bis die Pfanne erhitzt war. Dann haben wir die Nudeln hineingegeben und das Antipasti dazu gegeben. Dann noch schnell ein paar Oliven zerkleinert und hinein. Mehrmals umrühren und nach ca weiteren 5 Minuten war die Pfanne fertig. Dann haben wir alles auf die Teller verteilt. Die Gewürze hinzugegeben und einen Klacks Pesto. Fertig! Zum Gericht haben wir dann Oliven genascht. Das Gericht ist absolut simplel und schmeckt so unglaublich gut. Ihr denkt wirklich ihr sitzt beim Italiener. Julia und ich waren völlig verzückt vom Essen.

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8 Comments

  • Liebe Svenja,

    ich finde es auch wichtig auf eine gesunde und ausgewogene Ernährung zu achten. Zum Glück habe ich selber keine Lebensmittelunverträglichkeiten. Aber mein Sohn hat eine Haselnuss-Allergie und so schaue ich lieber 3x hin, bevor ich ihm eine Süßigkeit o.ä. kaufe.

    Die Produkte von Vita Verde kannte ich bisher nur vom Namen, probiert habe ich sie aber noch nicht. So wie du sie beschreibst, klingen sie aber super und da wir sowieso große Fans von italienischem Essen sind, werde ich beim nächsten Einkauf mal Ausschau danach halten. 🙂

    Tolle Bilder! <3

    Liebe Grüße,
    Maria

  • Danke liebe Maria! Ja, gerade wenn das Kind oder man selber eine Allergie hat, schaut man lieber merhmals hin bevor man da Süße gibt. Vita Verde ist echt klasse. Also die Oliven muss ich defintiv wieder haben! 🙂

  • Liebe Svenja, ich verstehe dich total. Wenn man an eine Unverträglichkeit leidet hat man es schwierig und ist oft als wählerisch abgestempelt. Anderseits es gibt viele Personen die es als Modetrend sehen und denken dadurch interessanter zu sein. Ich kenne gute Beispiele aus beiden Gruppen. Aber dies muss jeder für sich entscheiden. Dein Artikel ist sehr interessant für alle die sich mit der Sache gesunde Ernährung befassen (nicht nur Unverträglichkeiten).
    Ich mag dein Blog sehr gut. Mach’s gut und bis bald. Martina

  • Vielen lieben Dank liebe Martina 🙂 Das freut mich sehr. Für mich war eine gesunde Ernährung zwar schon immer wichtig, aber seit der geschichte, eben noch wichtiger 🙂

  • Hui, die Geschichte ist heftig. Ich hab Laktoseintoleranz und wenn ich das irgendwo sage, kommen mir viele nur damit, dass es jetzt wohl im Trend liegt. Was man aber für Schmerzen mitmacht, ist nicht ohne. Dein Rezept klingt total lecker!! ♥ Dinkelnudeln liebe ich über alles. Ich mache sie oft selbst, weil sie nicht überall in guter Qualität zu bekommen sind 🙂 Die Kombination mit den Oliven und dem Pesto klingt verlockend!
    Lieben Gruß,
    Jenny

  • ja, ich gebe dir da total recht. Mir wurde auch schon gesagt, ich bilde mir meine „Probleme“ nur ein. Sowas macht mich dann echt wütend. Das Rezept ist echt total lecker. Dinkelnudeln selber machen ist eine super Idee. habe ich noch nicht versucht! Werde ich nachholen 🙂

  • Hallo,

    ich hab gerade deinen Blog entdeckt und find’s sehr schön hier!

    Und dieses „dann bestellst dir halt einen Salat“ kenn ich nur zu gut und die Salate in Restaurants sind meisten leider nicht so geil. Ich fühle da sehr mit dir.. 🙂
    In Wien gibts zum Glück jetzt schon einige Resaurants die wirklich glutenfreie, sojafreie (oder was auch immer) Speisen anbieten und ich freu mich immer wahnisinnig wenn ich was neues entdecke. 🙂

    Ich habe gerade zu bloggen begonnen und schreib auch ein bisschen über das Thema Unverträglichkeiten. Vielleicht magst du ja mal vorbei schauen. Ich freu mich tatsächlich über jede einzelne Leserin. 🙂

    Ich wünsche dir noch viel Spaß beim experimentieren in der Küche!
    Lisi

  • Liebe Lisi, danke schön, dass freut mich 🙂
    Ja, genau so ist es. ich bin froh, dass du mich da auch verstehst 🙂 Hier in Hamburg ist das leider noch nicht so ausgeweitet mit dem Anbieten. Ich hoffe, dass immer mehr Restaurants da mitaufspringen. Klasse, dass es das in Wien bereits besser läuft.
    Gern schaue ich auf deinen Blog vorbei 🙂

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