VEGANE SCHOKOLADE

Vor einiger Zeit lief bei uns die Challenge von der ich bereits berichtet hatte. Einen Monat lang galt es durchzuhalten! Zuhause wurde aber schon festgestellt, dass Veganer sein absolut nicht einfach ist. Es mag bestimmt Stimmen geben, die behaupten diese Umstellung sei total einfach gewesen, aber ich sage, dass ist eine reine LÜGE! Warum? Es kann niemals für einen Fleisch-, Eier-, Fisch- oder Milchliebhaber einfach sein, diesen Dingen abzuschwören! Ich habe bereits am 3.Tag eine Krise bekommen, weil ich total auf Zuckerentzug war. Ich bin ein absoluter Schokiliebhaber und habe zu meinem bedauern täglich Schokolade in mich hinein gestopft. Damit ist es derzeit vorbei. Der wunderbare Nebeneffekt dieser Challenge, ich habe es geschafft von meiner Zuckersucht loszukommen. Aber es gibt auch einige negative Punkte, die so ein veganes Leben mit sich bringt. Unsere Haushaltskasse ist erheblich geschrumpft in den wenigen Wochen. Das Vegane fordert seinen Tribut! Wir geben nun 2-3 x so viel Geld für Lebensmittel aus wie zuvor. Nun weiß ich auch warum so viele Veganer selten neue Wohn- sowie Modetrends setzen, weil einfach dafür kein Geld über ist (außer man hat Geld im Überfluß).

Seit der Umstellung ist mir auch aufgefallen wie wenig für Veganer geboten wird. Als Veganer kann man sich den Weg zu einem normalen Bäcker im Grunde sparen, denn so gut wie alle Produkte wurden mit Milch, Zucker oder Eiern zubereitet zumindest in Hamburg. Natürlich gibt es auch Geschäfte in denen man vegane Produkte kaufen kann, aber nicht alle Bezirke sind darauf vorbereitet. Jeder Autonormalverbraucher geht ab und an gern mal zum Bäcker und gönnt sich ein leckeres Brötchen oder vielleicht sogar ein duftendes Franzbrötchen. Tja, das ist derzeit für mich tabu. Es fällt mir nach wie vor schwer. Selbst Essen gehen ist eine Herausforderung geworden. Die liebsten Restaurants, die man sonst immer aufgesucht hat, scheinen nun völlig ungeeignet zu sein. Möchte man sich mit Freunden zu einem gemütlichen Stelldichein treffen und gemeinsam bei den Freunden speisen, muss man bereits im Vorwege die Gerichte abklären. Auf Dauer möchte man das als Gast den Freunden nicht antun, da man ungerne deren Essgewohnheiten einschränken möchte.

Positiv jedoch ist, man lernt durch das Vegandasein richtiges kochen. Es bleibt einem als Veganer auch nichts anderes übrig. In der kleinen Zeit habe ich viele neue Gemüsesorten, Nüsse, Gewürze und Kräuter kennengelernt. Es ist schon sehr bedenklich, wenn man Nahrung aufgrund einer Ernährungsumstellung in seiner Ursprungsform kennenlernt und dieses Produkt vorher nur als Fertigprodukt kannte. In der heutigen Zeit geht so viel Wissen verloren, weil einem alles fertig vor die Nase gesetzt wird. Irgendwann werden unsere Kinder womöglich noch denken Eier wachsen im Laden…Eigentlich doch sehr traurig, oder? Um meine Schokosucht zu befriedigen, hat mein Freund für uns die letzten Tage Schokolade selber gemacht. Das Rezept haben wir aus dem Buch “Vegan For Fit” entnommen. Natürlich gibt es auch diverse Anleitungen dafür im Internet zu finden. Die Schokolade schmeckt natürlich nicht so wie die aus dem Supermarkt. Sie schmeckt gesünder und durch die Kakaobutter etwas fettiger, aber dennoch lecker. Also Schokifreak kann ich für mich sagen, dass es eine Alternative ist.

vegane Schoki

Hier nun die Rezepte

Zutaten für eine große Tafel:

90 g Kakaobutter,
95 g weißes Mandelmus,
30 g Bio-Kakao,
40 g Agavendicksaft,
1 Messerspitze Vanille,
1 Messerspitze jodiertes Meersalz

Zubereitung:

Kakaobutter über dem Wasserbad schmelzen. Vom Herd nehmen und die anderen Zutaten mit einem Schneebesen unterheben. Schokolade in eine beschichtete, rechteckige Kuchenform oder Ähnliches geben, für zirka 10 Minuten in den Tiefkühler und anschließend 30 Minuten in den Kühlschrank stellen. Stürzen und genießen.

Variationen: Jeweils 50 g Pistazien, Bananenchips, geröstete Haselnüsse, Goji-Beeren oder geröstete Mandeln.

Attilas weiße Schokolade:

100 g Kakaobutter,
100 g weißes Mandelmus,
50 g Agavendicksaft,
1 gestrichenen TL gemahlene Vanille,
50 g Cranberrys

Zubereitung:

Kakaobutter über dem Wasserbad schmelzen. Vom Herd nehmen und die anderen Zutaten, bis auf die Cranberrys, hinzugeben. Mit einem Schneebesen umrühren und in eine Schokoladenform füllen. Cranberrys darüber streuen und gut durchkühlen lassen.

Weisse Schokolade

Schokoladenform haben wir für € 12,90 bei Amazon erworben.

Weitere Themen:

  • Mein Barbie Kuchen & Cake Pops
  • Himbeertiramisu
  • Vegan for Fit

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8 Comments

  • Da hast du wirklich recht, es wird viel zu wenig für Veganer geboten.. Echt schade, denn die menschen, die Vegan leben haben es so viel schwerer. ich finde es echt cool, dass du ein Rezept für Vegane Schoki gefunden hast, muss ich auch mal testen, brauche nur noch eine passende form:)!

  • Ja, leider! Langsam werden es aber immer mehr Leute die ihre Ernährung umstellen. Ich bin gespannt, wie dir die vegane Schoki schmeckt! Man kann ja immer das noch etwas abwandeln. Ich liebe ja diese Schoki mit Nüsse! Aber auch mit Beeren hat sie nicht schlecht geschmeckt 🙂

  • Ich bin gespannt, wenn du das Rezept mal testest! Übrigens die Form gibt es bei Amazon, aber auch andere schöne Formen. nur muss man schauen was die Rezessionen da sagen. Einige duften stark nach Plastik. Meine sind wirklich gut und haben gar nicht nach irgendwas chemischen geduftet. Ein Glück.

  • Ja, und es sieht auch noch toll aus! Schokolade selber machen find ich richtig toll 🙂

  • Die Schokolade sieht absolut köstlich aus! Das Rezept werde ich bestimmt auch mal ausprobieren….Ich bin zwar kein Veganer, probiere aber dennoch gerne vegane Rezepte aus.
    Vielen lieben Dank fürs Zeigen!
    Gruß,
    Meike

  • Ich bin gespannt wie du die Schokolade findest 🙂 Neue Rezepte testen finde ich auch immer spannend. Bei den veganen Rezepten entdecke ich sehr oft neue Zutaten, die ich vorher nie benutzt hätte 😀

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