VEGAN FOR FIT

Vor Monaten hatte ich angekündigt, dass wir zuhause uns der Challenge “Vegan for Fit” stellen wollten. 30 Tage lang vegan leben. Die Idee dazu hatte mein Freund, der eines Tages das Buch von Attila Hildmann in den Händen hielt. In dem Buch war die Challenge beschrieben, sowie leckere Kochrezepte inklusive Anleitung wie man Schritt für Schritt seine Ernährung umstellt und was alles dazu benötigt wird. Es wird auch klar gemacht, dass man ein Ziel verfolgen sollte, wenn man erfolgreich seine Challenge meistern will. Als allererstes hatten wir die Grundzutaten für unser Vorhaben gekauft. Aber die konnten wir natürlich nicht in einem normalen Supermarkt besorgen. Die meisten Zutaten gab es nur in einem Biomarkt und Reformhaus. Gemüse und Obst hatten wir frisch auf dem Markt gekauft. Eines wurde uns jetzt schon klar, vegane Kost ist kostpieliger als die üblichen gebotenenen Lebensmittel im Supermarkt. Die meisten Sachen, die wir gekauft hatten, kannte ich nicht einmal.

Vegane Welt – Unbekannte Produkte auf dem Speiseplan

Neben neuen unbekannten Produkten, mussten wir uns noch ein paar Utensilien anschaffen, wie eine große Spiralschneidemaschine, einen kleinen Spiralschneider, Reiben, Mixer, Entsafter und ein paar weitere Schalen. Vermutlich wäre man auch ohne ausgekommen. Aber dann wären bestimmte Zubereitungen noch langwieriger gewesen. Nun waren wir bestens ausgerüstet. Während wir zu Beginn hoch motiviert starteten, stellten wir recht schnell fest, dass die vegane Ernährung alles andere als einfach war. Wir hatten uns vorher schon mehr oder weniger gesund ernährt, doch stand auf unserem normalen Speiseplan vorher Milch, Fisch und Fleisch. Die beiden letzteren Produkte haben wir selten gegessen. Es fiel uns auch nicht wirklich schwer darauf zu verzichten. Aber Milch, Käse, Joghurt und kein Weizen mehr anzurühren, dass war schon hart.

Solange wir zuhause unsere veganen Gerichte zubereiteten war alles gut. Es schmeckte auch wirklich lecker. Natürlich waren wir nicht so geschickt in der veganen Küche wie spezialisierte vegane Restaurants. Dennoch kann man sagen, unsere Gerichte waren optisch und geschmacklich einwandfrei. Speziell mein Freund hilet sich akribisch an die Rezepte. Ich hingegen bin da etwas kreativer und wandel gern mal etwas ab.

Vegan Fit Food

Während der Challenge gab es einige holprige Steine zu überwinden. Gerade wenn man mit Freunden essen gehen möchte, merkt man wie wenig versiert die Restaurants im Thema vegane Ernährung noch teils sind. In einigen Restaurants musste ich gar erklären was denn der Unterschied zwischen veganer und vegetarischer Ernährung sei. Esg ibt sogar immer noch Leute, die ernsthaft fragen, “Wir haben nur vegetarisch. Welcher Fisch darf es denn sein?” Ähm, ja…genau, darf ich vorstellen das Gemüse Fisch. Manchmal fasse ich mich am Kopf. Muss man heute noch ernsthaft erklären was hinter der Bedeutung vegetarisch steckt?!

Zu meinem Glück musste ich auch noch auf ein Seminar, wo man die vegane Kost nicht kannte. Meine Mahlzeiten bestanden also nur aus Obst und Salat. Vermutlich war Usedom einfach noch nicht soweit. Ein tolles Fleckchen, aber für Veganer ein Gaumengraus. Aber auch daheim hatte ich absolut keine Meinung mehr essen zu gehen oder einen Bäcker aufzusuchen. Weizen war nach Attila Hildmanns Challenge und Ernährung tabu. Weizen ist auch nicht wirklich gesund, dass war mir nach meinen Recherchen schon klar. Aber Herr Gott, es gab nun einmal so viele Leckereien aus Weizen! Der Monat zog sich wie ein zähes Kaugummi durch das Land. Ich war irgendwie erleichtert. Trotzdem fühlte ich mich schuldig als ich wieder zum Käse und Weizen griff. War das normal?

Definitiv gibt es immense Vorteile der veganen Ernährung, wenn man es richtig anpackt. Die Verdauung kommt in Schwung, das Hautbild verbessert sich, man schläft besser und man fühlt sich einfach viel vitaler. Im Vergleich kann ich sagen, ich habe mich lange nicht mehr so gut gefühlt körperlich wie während der veganen Challenge. Auf alle Fälle wollen wir eine Re-Challenge starten. Wir leben zwar nicht komplett vegan, aber haben viele Dinge beibehalten. Mir fällt es schon ein wenig schwer komplett auf Milch zu verzichten. Ich liebe den Geschmack davon. Auf Fleisch und Fisch zu verzichten ist für mich keine allzu große Hürde. Aber ich gehöre auch nicht zu der fanatischen Sorte, die beharrlich auf etwas besteht. Ich finde man muss für sich das gesunde Maß finden. Mir persönlich ist es einfach wichtig, dass ich keine Produkte verzehre, die aus der Tiermassenhaltung stammen. Ebenso möchte ich keine Kosmetika verwenden hinter denen Tierversuche stecken. Mir ist klar, dass man nicht alles zu 100% kontrollieren kann. Dennoch erachte ich es als wichtig auf so etwas zu versuchen zu achten. Da für mich Tier, Mensch und unsere Natur auf einer Stufe stehen, stelle ich nach und nach meine Ernährung bewusst um. Die vegane Challenge hat mir gezeigt, dass es möglich ist seine bequeme Einstellung zu ändern, auch wenn sie nicht einfach ist.

Im Laufe der Jahre habe mich entschieden nur noch Produkte gewählt einzukaufen

  • Obst und Gemüse auf dem Markt – vorwiegend regionale Produkte
  • Saft und Smoothies zu 80% eigene Herstellung
  • Frisches Brot vom Bäcker und glutenfrei meist (Dinkel, Vollkorn, Kartoffel, Roggen)
  • Losen Tee auf dem Markt bei Büchel und hochwertigeandere Teesorten
  • Käse von der Theke
  • Eier vom Bauern wo Hühner frei leben und keine Küken geschreddert werden

Zukunftsplanung

  • Obwohl ich mehr vegetarisch lebe, kommt es vor, dass ich mal Fisch oder Fleisch esse. Der Plan ist es komplett aufzugeben
  • Komplett auf Fertigwaren zu verzichten
  • Milchprodukte nur noch von Herstellern beziehen, wo keine Massentiere gehalten werden

Vegan Food

Weitere Themen:

Merken

Written By
More from strasskind

BED TALKS IN FLORENZ & TOP 10 ATTRAKTIONEN

Pressereise Bed Talks in Florenz & Top 10 Attraktionen Wenn Flugzeuge nach...
Read More

7 Comments

  • Ja, ich bin auch gespannt, wie es weitergeht mit der Challenge und was wir dann daraus machen. Schade, dass sowas nicht günstig angeboten wird. Ich denke, dann würden viel mehr Menschen ihre Ernährung umstellen! Meine Freundin konnte mir das nämlich nur bestätigen. Wäre es ihr nicht zu teuer, würde sie öfter vegan kochen 🙂

  • (Irgendwie hat es wohl mein erstes Kommentar nicht gesendet ^.^)
    Vegane Ernährung ist am Anfang echt teuer, da man ja auch so viel ausprobieren möchte. Z.B. der Preis für Mandelmus ist seit dem “Vegan-Wahn” sowas von in die Höhe geschossen :O
    Ich ernähre mich ja fast ausschließlich vegan und mache mittlerweile die meisten Sachen selbst – hab da so einen mega Pürierstab von meinem Freund bekommen, der macht alles klein 😉
    Ich wünsche euch auf jeden Fall viel Spaß und freue mich schon über deine Beiträge bezüglich der Challenge.

    Grüße ♥
    Eileen

    Ich freue mich über deinen Besuch auf Sweet&Sugar *klick*

  • Ich find das toll! Ich will mich auch schon länger gesünder ernähren. Vielleicht nicht unbedingt komplett vegetarisch oder vegan, aber zumindest gewählter und ausgewogener. Und ich bewundere Leute die das so radikal hinkriegen 😀

    Das Buch hört sich gut an & das Rezept klingt & sieht sehr lecker aus! 🙂

    Liebe Grüße

    Laura von wwdancer.de

  • Die Rezepte sind auch wirklich super lecker. Hätte ich zu Beginn auch nicht gedacht. Das Nachkochen klappt. Nur war der Einkauf erstmal ungewohnt. Ich wollte es unbedingt versuchen. Ich kann aber behaupten seit der Umstellung schlafe ich durch und schlafe ruhiger. Ich fühle mich morgens fitter als vorher. davor war ich immer morgens wie gerädert. Aber mal sehen wie es weiter verläuft 🙂 Du bekommst das auch hin! Es muss nicht immer vegetarisch oder vegan sein. Hauptsache ausgewogen. Gut wäre es auch darauf zu achten woher das Produkt kommt 🙂

  • Hi Ulli,
    das stimmt. Eine gute Ernährung ist echt wichtig und man sollte auch offen für neues sein. Ich finde es super, dass du auch so denkst. Das mit der Milch ist teilweise noch schwierig für mich. Ich nehme selten Milchprodukte zu mir und in der komplett veganen Zeit, ging es auch ohne Milch. Aber manchmal überkommt einen die Lust dann doch. Für mich ist einfach ausschlaggebend neben einer bewussten gesunden Ernährung, dass man keine Tiere “schlecht” hält. In der heutigen Zeit muss das nicht sein. Ich finde es sehr grausam, dass viele noch die Augen vor dieser Massentierhaltung und Folgen daraus die Augen verschliessen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

* Die DSGVO-Checkbox ist ein Pflichtfeld

*

Zustimmung