TABUTHEMA INKONTINENZ

Anzeige

Tu es oder tu es nicht. Es gibt kein Versuchen.

Meister Yoda

Tabuthema Inkontinenz

In den letzten Monaten habe ich viele Messen und Events im Pflege- und Medizinbereich besucht. Das persönliche Interesse entwickelte sich bei mir schon recht früh, aufgrund diverser Erkrankungen. Hautprobleme, Allergien, Unverträglichkeiten, Bandscheibenvorfälle und andere Wehwechen kreuzten meinen Weg. Ich war es leid, mich nur auf eine ärtzliche Diagnose zu verlassen.

Wenn man ein Problem in den Griff bekommen will, muss man sich selbst informieren. Der Rat eines Arztes ist wichtig, doch auch Ärzte kommen mit ihrem Wissen an Grenzen. Außerdem spezialisieren sich Ärzte auf bestimmte Bereiche. Es ist also wichtig einen Spezialisten ausfindig zu machen, der das Leiden erkennt und richtig behandeln kann.

Auf einer Messe, die ich besuchte, wurde mein Interesse von einem vermeindlichen Sportgerät geweckt. Am Stand erfuhr ich von einer sehr sympathischen Dame, dass es sich hierbei, um ein medizinisches Produkt handelte. Neugierig wie ich war, wollte ich mehr erfahren.

INNOVO® ist ein Produkt von Atlantic Therapeutics, welches speziell für Harninkontinenz entwickelt wurde. Ein Thema, welches in Deutschland und sicherlich auch in anderen Ländern,  noch als Tabu gilt. Wer spricht schon gern drüber, dass er ein Blasenproblem hat.

Ich muss gestehen, dass ich schon geschockt war zu erfahren, dass so ein Thema noch gern unter den Teppich gekehrt wird. Vielleicht bin ich da anders eingestellt, aber wenn ich ein Problem habe, muss ich der Sache auf den Grund gehen und spreche frei darüber.

Gesundheit sowie ein Wohlgefühl sind absolut wichtig. Somit war für mich klar, dass ich dieses Thema meinen Lesern und Betroffenen näher bringen möchte. Denn es gibt nichts schlimmeres als ein eingeschänktes Sozialleben aufgrund von Leiden.

INNOVO® Das Elektrostimulationsgerät

Das Trainingsgerät mit Manschetten und Haftpads sendet bei Anwendung elektrische Impulse aus, die für eine effektive Kontraktion der Bodenbeckenmuskulatur sorgen.

Wie entsteht eine Inkontinenz überhaupt?

  • Störung der zentralen Regulierung des Wasserlassens (selten)
  • Entzündungen der ableitenden Harnwege oder Tumore
  • Nebenwirkung bei Einnahme von Medikamenten
  • Überschiessende Aktivität des Detrusor Muskels
  • Schwerer Hämorrhoiden OP
  • Bindegewebsschwäche
  • Schwangerschaft
  • Schwere Geburt
  • Gesenkte Blase
  • Stress

Ursache bei Frauen

  • Senkung der Gebärmutter (Prolaps)
  • Schwache Bodenbeckenmuskulatur
  • Schwangerschaft
  • Menopause
  • Geburt

Ursache bei Männern

  • Vergrößerte Vorsteherdrüse (Prostatahyperplasie)
  • Schwache Bodenbeckenmuskulatur

Wie bemerkt man eine Inkontinenz

Die Blase schwächelt und man hat den Abgang von Urin nicht mehr unter Kontrolle.

Die häufigsten Formen von Harninkontinenz

Je nach Ursache unterscheiden Ärzte die Form der Inkontinenz.

Belastungsinkontinenz

Die Schliessmuskeln der Blase sind zu schwach. Niesen oder körperlicher Betätigungen können schon zur Entleerung der Blase führen.

Dranginkontinenz

Es handelt sich hier, um eine überaktive Blase, die vorzeitig zum Entleeren aufruft. Das kann hervorgerufen werden durch eine Harnswegsentzündung, vergrößerten Prostata oder eines Nervenleidens.

Mischinkontinenz

Wie der Name sagt eine Mischung aus der Belastungs- und Dranginkontinenz.

Behandlungsmöglichkeiten bei Blasenschwäche

In erster Linie ist es wichtig die Ursache herauszufinden anhand eines Arztes, der gegebenfalls an ein Beckenboden- oder Kontinenzzentrum weiterleiten kann. Dort wird dann die Behandlungsmethode festgelegt.

Beckenbodentraining

Gezielt wird die Muskulatur des Beckenbodens trainiert durch Übungen, Liebeskugeln oder anhand eines Stimulationsgerätes.

Blasentraining

Hier lernt eine überaktve Blase den Harndrang wieder zu kontrollieren.

Abnehmen

Übergewicht ist ein Faktor, der zu einer Inkontinez beitragen kann.

Medikamente

Je nach Inkontinenzart gibt es Medikamente, die das Leiden reduzieren können.

Ernährung

Blähende Speisen meiden.

Operationen

Unter bestimmten Umständen ist es möglich einen künstlichen Schließmuskel zu legen oder einen Blasenschrittmacher einzusetzen.

Tabuthema Inkontinenz & INNOVO®

Ich selbst leide zum Glück nicht an einer Inkontinenz, aber natürlich kenne ich das Gefühl, wenn man den Blaseninhalt durch eine Blasenentzündung nicht mehr richtig halten kann. Das ist dann schon sehr unangenehm.

Wenn ich mir dann vorstelle, dass es Menschen gibt, die täglich darunter leiden, wäre das für mich ein Albtraum. Für mich stand also fest, dass ich INNOVO® testen werde, um Betroffene das Gerät näher zu bringen.

Die Handhabung

Dank einer bebilderten Anleitung weiß man genau was zu tun ist. Auf den Manschetten werden die Haftpads angebracht. Diese liegen bei Anwendung direkt auf dem Oberschenkel und Gesäß. Die Manschetten werden dann mit einem Kabel verbunden, welches direkt mit dem Trainingsgerät zusammeneführt wird. Das Gerät wird auf die gewünschte Trainingseinheit eingestellt. Der Vorteil ist, dass man mit der Übung direkt zuhause loslegen kann.

Im Grunde muss man nichts tun, denn das Gerät stimuliert mit elektrischen Impulsen die Beckenbodenmuskulatur. Durch zyklische Kontraktionen und Entspannungsphasen wird die Muskulatur gestärkt.

Meine Erfahrung mit INNOVO®

Die erste Anwendung war für mich schon irgendwie aufregend. Ich wusste nicht, wie sich die Stromimpulse anfühlen würden auf meiner Haut. Ich stand also im Wohnzimmer nur im Sporttop und Schlüpfer. Ich stellte gerade meine Trainingseinheit an und ließ mich dann überraschen. Ich spürte ein leichtes Prickeln. Es war nicht unangenehm. Ich ließ das Gerät erst einmal auf mich wirken.

Ich gewöhnte mich recht schnell an die Impulse, die das Gerät aussendete. So fühlten sich also elektrische Kontraktionen an.

Während meines Trainings erinnerte ich mich an ein Gespräch mit meiner Physiotherapeutin. Sie erzählte mir, dass es viele Frauen gäbe, die nicht wüssten, wie man ohne Gerätschaft seine Beckenbodenmuskuatur trainiert. Sie hatte einige Patienten gehabt, die einfach nicht in der Lage waren die Muskulatur anzuspannen. Das ist schon problematisch. Denn es gibt viele Übungen, wo man eigenständig die Beckenbodenmuskulatur kräftigen kann. Darunter auch Übungen, die man in den Alltag integrieren kann, ohne dass es jemand bemerken würde.

In solchen Fällen ist es wichtig und auch gut ein Gerät da zu haben, welches diese Aufgabe für einen übernimmt. Aber auch Menschen, die wenig Zeit haben oder keinen Sport ausüben können, haben so die Möglichkeit zuhause in Ruhe bequem auf dem Sofa das Gerät für sich arbeiten zu lassen.

Mit der Zeit bemerkte ich in der Tat, dass das Gerät seine Wirkung entfaltete. Die Muskulatur im Beckenboden fühlte sich kräftiger an als zuvor. Das bemerkte ich, wenn ich den Bereich anspannte. Ich konnte länger und kräftiger die Spannung halten als es zuvor möglich schien.

Doch nicht nur dieser Bereich war mobilisiert worden, auch meine Oberschenkel, Po und der Lendenwirbelbereich schienen an Muskulatur gewonnen zu haben.

Blasenschwäche unter Freundinnen

Im Freundeskreis berichtete ich von meinem Test mit dem Gerät, und wofür man es einsetzte. Überraschenderweise stieß ich hier auf reges Interesse. Plötzlich wurde das Tabu gebrochen. Redselig berichteten Freundinnen, dass sie seit der Schwangerschaft unter Blasenschwäche litten. Eine wirklich nervenaufreibende Sache. Slipeinlagen oder TENA waren also an der Tagesordnung. Ich war schockiert. Das hatte ich nicht erwartet.

Meine allererste Frage darauf, “Und was tust du dagegen?” Schulterzucken. “Hoffen, dass es weg geht.” Nicht wahr! Bitte? “Ich würde an deiner Stelle zum Arzt gehen und aktiv Übungen machen. Nicht dass es nachher bleibt!” “Naja, wenn das Gerät gut ist, kannst du mir ja berichten.” Nach wie vor konnte ich es nicht glauben, dass einige meiner Freundinnen darunter litten und nichts dagegen taten. Obwohl es Wege gibt. Klar, konnte ich ihnen INNOVO® weiterempfehlen, weil das Gerät funktioniert, aber trotzdem war ich erschrocken über die Tatsache, dass die diesen Zustand als gegeben hinnahmen. Für mich war das unvorstelbar.

Mein Appell an Betroffene

Das Sozialleben ist durch diesen Umstand stark eingeschränkt. Deshalb ist es ganz wichtig, dass jeder der an Inkontinenz leidet sich ärtzlich untersuchen lässt. Informiert euch über Behandlungsmöglichkeiten. Es gibt Zentren, die man aufsuchen kann. Lasst euch in jedem Fall helfen. TENA oder Windeln sind doch keine Dauerlösung.

Anlaufstellen

Weitere Themen:

Merken

Merken

Merken

Merken

Written By
More from strasskind

HAARKUNST IN HAMBURG

Anzeige Haarkunst in Hamburg bei Madeline Salchow Haarkunst in Hamburg Einen guten...
Read More

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.