NIKKA WHISKY FOOD PAIRING

Eine gesunde Seele kann nicht in einem trockenen Körper wohnen.

François Rabelais

Nikka Whisky Food Pairing

Wer hätte gedacht, dass ich mich auf einem Whisky und einem Koch Event wiederfinden würde? Ich war nie ein großer Freund der „Umdrehungen“. Das Kochen beherrschte ich auch eher mangelhaft. Die letzten Jahre werkelte ich in der Küche als Kreativling herum.

Ich kochte einfach nach dem Kühlschrank Prinzip. Alles was noch in der Küche zu finden war, wurde zusammen geführt. Zumindest mundeten mir meine Kreationen.

Mein Freund war nur bedingt erfreut. Aber er wusste schliesslich schon seit unserer ersten Begegnung was Phase war. Da konnte er keine Sterneköchin erwarten. Vielleicht erhoffte er sich, dass ich eines Tages den „Sprung“ schaffen würde.

Je mehr ich mich mit der Thematik Ernährung auseinandersetzte, je klarer wurde mir, dass ich mehr als nur die Basics der Küche beherrschen musste. Schliesslich wollte ich nicht nur Salate und Gemüsesuppen zubereiten, denn das beherrschte ich aus dem Effeff.

Die vegane Kost lag mir einfach. Sie war auch meine Vorzugsvariante aus vielerlei Gründen. Dennoch wollte ich mich auch in den anderen Bereichen behaupten können. Gerade das Zubereiten von Fisch und Fleisch bereitet mir Schwierigkeiten.

Ihr könnt euch sicher vorstellen, dass ich Luftsprünge machte als ich in die Nil Kochschule eingeladen wurde. Hier kredenzte der Koch Sören Jahnke mit unserer Hilfe ein komplettes Menü.

Die Gerichte waren passend zu dem Nikka Whisky abgestimmt, der an dem Abend von Mario Kappes vorgestellt wurde.

Der Nikka Whisky

Ich glaube, ich habe schon lange nicht mehr so einen leidenschaftlichen Vortrag zu hören bekommen wie von Mario Kappes. Es war wirklich eine Freude ihm zu zuhören.

Irgendwie habe ich mich in meine Kindheit zurück versetzt gefühlt. Früher lauschte ich unwahrscheinlich gern spannenden Geschichten.

Mario hatte ein Händchen dafür einer Geschichte Lebendigkeit zu verleihen. Er nahm uns mit auf die Reise des

Chemikers Masataka Taketsuru, der unbedingt die schottische Brennkunst des Whiskys erlernen wollte.

Der junge Japaner aus dem Land der aufgehenden Sonne reiste extra dafür nach Großbritanien. Er suchte diverse Brennereien auf, erlernte die Kunst und wie es der Zufall so wollte, verliebte er sich auch noch.

Die Beziehung zu der Europäerin  Rita Cowan wurde mit dem Bund der Ehe besiegelt, wobei beide Familien gegen diese Bindung waren. Beide kehrten in das Land der aufgehenden Sonne zurück. Der heutige Nikka Whisky ging erstmals 1952 auf den Markt. Die vollständige Geschichte könnt ihr auf dem Whisyk Blog nachlesen. Eine wirklich spannende Geschichte. Für Whisky Liebhaber ein MUSS!

Whisky verkosten in 5 Schritten

  1. Die Nase wird vornehm ins Glas getaucht und man atmet die Aromen ein
  2. Man halte ein Nasenloch zu im Wechel und errieche die Aromen. Jedes Nasenloch nimmt andere Gerüche wahr.
  3. Man schwenke minimal das Glas und wartet ein wenig bevor die Nase das Aroma auffängt.
  4. Man behält den ersten Schluck im Munde und lässt die Flüssigkeit unauffällig wandern.
  5. Jetzt schlucken und dabei kurz durch den Mund atmen. Nun kann sich der Geschmack entfalten. Der zweite Schluck verspricht Whisky.

Whisky Tasting mit passendem Gericht

Bevor wir die 5 verschiedenen Whisky Sorten von Nikka erkunden durften, wurden wir in kleine Gruppen aufgeteilt. Jede Gruppe war für ein Gericht zuständig.

Wir arbeiteten nach Anweisung des Kochs. Ich liebe Naschereien und somit stand es außer Frage in welchem Team ich mich bewegte – der Dessert Gruppe.

Ich weiß, dass ich erwähnte, ich wollte mehr zum Thema Fleisch zubereiten lernen, aber der Reiz des Nachtisches war größer in dem Moment…

Nach getaner Arbeit nahmen wir wieder Platz an der großen gedeckten Tafel. Das Tasting konnte starten inklusive passendem Gericht. Wir arbeiteten uns von den Single Malts zu den Blends hin.

Der Auftakt der Gerichte machte ein Amuse Gueule – ein geröstetes Brot mit Ziegenkäse und Whisky-Pfirsich-Kompott.

Nikka Yoichi Single Malt

Nördlichst der japanischen Inseln befindet sich Yoichi. Hier hatte Masataka Taketsuru die Destille angesiedelt, da das Klima den schottischen Inseln am nähsten kam. Der Whisky sollte genauso gebraut werden wie in Schottland. Charakteristisch für den Yoichi ist der rauchig-torfige Geschmack. Passend zu diesem Whisky gab es geräucherten Sellerie mit Sellerie-Sponge und Kichererbsenschaum.

Nikky Miyagikyo Single Malt

Weiter im Süden in Miyagikyo befindet sich die zweite Destille von Nikka. Hier werden Whiskys hergestellt mit einem weniger rauchigem Charakter. Zu diesem Whisky gab es in Brombeeren marinierten Schellfisch mit Glutkartoffel-Creme und Brombeerschaum.

Nikka Coffey Malt

Der Coffey Malt von Nikka ist ein Blend aus diversen Produktionen, die wie ein Single Malt alle aus 100% gemälzter Gerste hergestellt wurden. jedoch kommen sie nicht aus der klassischen Kupferdestille, sondern aus einer Coffey Still – einer Kolonnendestille. Durch die andere Art von Destillation erhält der Whisky einen anderen Charakter.  Dazu gab es ein Wassereis, welches mit dem Coffey Malt verarbeitet wurde.

Nikka Coffey Grain

Der Coffey Grain von Nikka wird mit hohem Maisanteil destilliert. Die Lagerung erfolgt in Eichenfässern. Sein Charakter ist ähnlich des eines Bourbon. Passend hierzu wurde gewählt eine Whisky-Bernaise mit Flanksteak, Romanesco und einer Maistarte.

Nikka from the Barrel

Aus allen Destillaten wird am Ende der Nikka from the Barrel geblendet. Es ist ein milder Whisky. Hierzu passte wunderbar das Parfait von Weißer Schokolade mit Nikka from the Barrel, einem weichen Schokoladenkeks und Pflaumenkompott.

Mizuwari Whisky Cocktail

Hierzu wird lediglich ein Glas mit Eiswürfeln benötigt. Dann 3cl Nikka from the Barrel hinzugeben und anschliessend mit 6cl stillem Wasser auffüllen. Kapei!

Blogger auf dem Whisky Tasting

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2 Comments

  • Hi Svenja,
    ich bin kein großer Whiskey- Konsument aber dieser Post hat mein Interesse geweckt. Solches Event würde ich mir bestimmt auch nicht entgehen lassen. Es macht Spaß etwas neues zu erfahren und wer weiß evt.Whiskey trinken zu beginnen (vor allem die Malt – Whiskeys, stimmt’s?) danke für die neuen spannenden Informationen. Gruß Martina

  • Das freut mich. Ja, wenn man offen für Neues ist, entdeckt man tolle Dinge. Vorallem die passenden Gerichte zum jeweiligen Whiskey zu kreieren war super spannend 🙂

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