LEBENSMITTELUNVERTRÄGLICHKEITEN

Mein neuer Luxusartikel heißt jetzt Allergie!

Man liest und hört es immer öfter. Ich bin lactoseintolerant! Ich habe eine Fructoseallergie! Ich habe eine Histaminunverträglichkeit! Ich bin autoimmun! Ich leide an einem Reizdarm! Man könnte meinen, es sei eine Epidemie ausgebrochen. Die Wahrheit ist jedoch, dass es nicht wesentlich mehr Allergien oder Unverträglichkeiten gibt als früher. Heutzutage kann man sie lediglich besser feststellen durch verschiedene Tests. Außerdem sind die Leute in der heutigen Zeit einfach gesundheitsbewusster geworden als es noch vor Jahren der Fall gewesen ist. Ich hätte selber niemals gedacht, dass ich je zu den „Leidenden“ gehören würde.  Rückblickend kann ich nur feststellen, dass ich in der Tat eine Reihe an Allergien und Unverträglichkeiten entwickelt habe. Viele die im Kindesalter entstanden sind wie beispielsweise ein Ekzem, Asthma oder die Hausstauballergie, sind Gott sei Dank, nach erfolgreicher Behandlung verschwunden. Dafür sind im Erwachsenenalter neue hinzugekommen.

Der Unterschied zwischen Allergie und Unverträglichkeit

Man könnte mutmaßen, dass es nahezu das gleiche ist. Aus der rein medizinischen Sicht besteht jedoch ein Unterschied. Bei einer Unverträglichkeit steckt nicht immer eine Überreaktion des Immunsystems dahinter. Bei einer typischen Allergie werden nicht genügend Antikörpern gebildet. Sobald ein Allergiker also etwas zu sich nimmt worauf er allergisch reagiert, läuft das Abwehrsystem auf Hochtouren aufgrund einer Fehlsteuerung. Ein Allergiker muss also penibel darauf achten, was er isst, um nicht Gefahr zu laufen sich in eine (unter Umständen) lebensbedrohliche Situation zu begeben. Bei einer Unverträglichkeit hingegen liegt keine Fehlsteuerung des Immunsystems vor. Der Körper reagiert auf bestimmte Produkte, weil ihm ein Enym fehlt wie zum Beispiel bei einer Lactoseintoleranz. Vielen Menschen fehlt das Enzym Laktase, das Milchzucker spaltet und für den Körper verwertbar macht. Kann der Körper betimmte Produkte nicht verwerten führt das zu Beschwerden.

Lebensmittel sind eine Wahl, Unverträglichkeiten hingegen eine Qual!

Gebe deine Gesundheit niemals auf

Selbstanalyse

Ich hatte euch bereits in einem Beitrag mitgeteilt, wie sehr ich unter den Unverträglichkeiten litt. Also beobachtete ich mich sehr genau. Am besten ist es zusätzlich ein Ess-Tagebuch zu führen. Dort muss wirklich jede Mahlzeit und auch jedes Getränk aufgeführt werden. Nicht zu vergessen die Bestandteile der Mahlzeiten (Gewürze, Zusatzstoffe, Mineralien etc). Man kann auch ganz simpel anfangen. Das heißt den ersten Tag Reiswaffeln essen und Wasser trinken. Passiert nichts, kommt am nächsten Tag Brot und Butter hinzu. Immer ein Produkt hinzugeben. Reagiert man plötzlich auf das Produkt oder auf zwei davon. Muss dieses seperat nochmal getestet werden. Reagiert man auf Brot, ist es höchstwahrscheinlich das Gluten. Es können aber auch die Zusatzstoffe sein. Das kann man ebenso herausfinden. Das ist natürlich alles Pfiffikus-Arbeit. Aber dient dem eigenen Wohl.

Disziplin

Es gilt durchzuhalten. Viele geben bereits nach einigen Wochen oder Monaten auf. Man muss sich wirklich zusammennehmen, um sich Stück für Stück seine Gesundheit zurückzuerobern. Viele Faktoren muss man beachten bei Unverträglichkeiten und auch bei Allergien. Man darf sich auch nicht entmutigen lassen, weil sich kein schneller Erfolg einstellt. Aber jeder Tag an den man nicht mit Unverträglichkeiten zu kämpfen hat, ist bereits ein Erfolg! Wenn es dir an Motivation oder Hoffnung fehlt, schreibe dir Motivationsziele auf und hefte sie beispielweise an den Kühlschrank. Verboten sind Sprüche wie „Ich werde niemals gesund!“ oder „Das ist so, damit muss ich leben!“ So demotivierst du dich selber, weil du nicht daran glaubst. Du musst nicht nur hart kämpfen, sondern darfst auch niemals die Hoffnung und Glauben daran aufgeben. Du kennst doch den Spruch „Der Glaube kann Berge versetzen“.

Gute Ärzte

Für viele ein leidiges Thema. Ich kann auch den Unmut verstehen, denn oft ging es mir genauso. Jahrelang tingelt man von einem Arzt zum anderen. Diagnosen gibt es unzählige und Behandlungen ebenso. Geholfen auf lange Sicht hatte nichts, weil man nur die Symptome behandelte. Es muss aber die Ursache geunden werden, die eine Unverträglichkeit oder Allegie auslöst. Wenn ich eines gelernt habe, vertraue nicht nur der reinen Schulmedizin, die mit den Pharmaindustrien und Krankenkassen Hand in Hand arbeitet. Für mich habe ich entschieden, mich von Schulmedizinern behandeln zu lassen, die ebenfalls in der Heilkunde wissend sind. Warum könnt ihr auch hier nachlesen in meinem Beitrag Kinesiologie. Seitdem man mir das erste Mal richtig geholfen hat, bin ich von dieser Kombination überzeugt. Ich kann nur jedem empfehlen sich mehrere Meinungen verschiedener Ärzte einzuholen.

Der Unverträglichkeitstest

Diverse Tests stehen zur Verfügung, um Unverträglichkeiten oder Allergien festzustellen. Doch manche Tests sind nicht 100% sicher. Wer sich einem Test unterzieht und es wird nichts gefunden, sollte weiter nachforschen. Schliesslich möchte man seine Beschwerden loswerden. Solange man nicht genau weiss, warum der Körper auf bestimmte Produkte reagiert heißt es weiterhin das Ess-Tagebuch führen. Selbst bei mir ist noch nicht alles herausgefunden worden. Das liegt natürlich daran, dass zuallererst mein Bandwurm und die anderen Parasiten entfernt werden mussten. Diese haben nämlich zu meinen Unverträglichkeiten mit beigetragen. Erst demnächst, wenn mein Magen und Darm sich „beruhigt“ haben, kann ich einen Unverträglichkeitstest angehen.

Mehr durch Zufall hat mein Freund von seinem Arzt erfahren, dass seine Beschwerden ebenfalls von Unverträglichkeiten herrühren. Ich hatte ihm schon lange gesagt, dass etwas nicht „normal“ sei und er das von einem Fachmann untersuchen lassen sollte. Er war auch bei vielen Schulmedizinern gewesen. Immer wenn er seine Probleme schilderte wurde er nicht ernst genommen. Das machte mich echt wütend. Ich kannte das selbst. Es war sogar unerhört, dass es Ärzte und Personen aus dem Umfeld das als Einbildung abtaten. Als ob man sich Übelkeit, Erbrechen und Magenkrämpfe einbildete! Außerdem erkennt man sehr wohl an der Hautfarbe, dem Zahnfleisch, den Augen und der Zunge, ob jemand „kränklich“ wirkt. So etwas ist sogar nachgewiesen und dennoch wird man nicht ernst genommen. Ich bin deshalb nach wie vor heilfroh, dass ich an das Therapeutikum geraten bin. Dr.Tank konnte Unverträglichkeiten anhand eines Tests bei meinem Freund lokalisieren. Mitverantwortlich für die Beschwerden sei auch seine Blutgruppe. Auf einer umfangreichen Liste wurde genau erklärt, welche Produkte gegessen werden können, welche eher selten zu sich genommen werden sollten und welche lieber gemieden werden sollten.

Ganz im ernst, wenn das sein Problem löst und er dauerhaft gesundet, ist es völlig gleich, ob man zwangsweise die Ernährung umstellen muss. Wir ernähren uns relativ gesund. Er muss nun beispielweise Weizen komplett von seinem Speiseplan streichen. Das ist aber nicht weiter wild, denn wir kannten das schon von unserer Fit for Vegan Challenge. Die Zeit wird nun zeigen, ob die „erneute Umstellung“ wirkt. Ich werde euch auf dem Laufenden halten. Ich habe übrigens einen interessanten Blog entdeckt, der sich ebenfalls mit der Thematik auseinandersetzt: Kochtrotz.

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4 Comments

  • Das hast du sehr schön geschrieben. Manche Menschen leiden tatsächlich an Unverträglichkeiten und andere nur vorübergehend. Ich beschäftige mich schon superlange mit den Themen und stelle immer wieder fest das tatsächlich einige Test negativ ausfallen obwohl der Patient eine Unverträglichkeit hat. Ich wünsche Euch eine gute Zeit und natürlich auch Erfolg bei der Umstellung! Lg Sabine

  • Danke schön 🙂 Ja, ich hoffe auch, dass wir auf lange Sicht unsere Unverträglichkeiten ausgemerzt bekommen. Sowas ist echt anstrengend auf Dauer. Und leider ist es in der Tat öfter so, dass zb Bluttests keine Unverträglichkeiten aufweisen.

  • Ich finde deinen Beitrag super! Ich glaube allerdings nicht, dass es früher genauso viele Unverträglichkeiten gab. Das Problem ist einfach, dass die Umweltschadstoffe zunehmend sind, der Körper ständig mit irgendwelchen naturfremden Stoffen bombardiert wird (auch aus de Nahrung) und solche Faktoren wie genetisch veränderte Lebensmittel und hohe Glutenwerte, die eine Erscheinung der heutigen Zeit sind, und die den Darm kaputt machen. All das gab es früher nicht. Ich kenne viele Menschen, die Ihre Allergien und Unverträglichkeiten mit den richtigen Maßnahmen auch wieder verbessern konnten. Ich gehöre auch dazu. (-; Liebe Grüße und alles Gute!

  • Hallo liebe Bettina, da stimme ich dir zu. Die Umweltbedingungen und der Einsatz von Antibiotika und anderen Giftstoffen in der Nahrung führen mit zu Unverträglichkeiten. Viele wollen es nicht wahr haben, dass unser Körper teils nicht mehr alle Nährstoffe so aufnehmen kann wie früher. Ich selber habe für mich nach und nach auch erkannt, dass ich neben einer gesunden Ernährung noch zusätzlich mir etwas gutes tun kann. Ich kann beispielsweise kein B12 aus der Nahrung aufnehmen und muss es als Präparat einnehmen. Mir helfen Vitalstoffe zusätzlich wunderbar, die mir Lebensqualitität zurückgegben haben. Was half dir denn? Liebe Grüsse, svenja

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