ES IST UND BLEIBT KOMPLIZIERT

Es ist und bleibt kompliziert

Irgendwann trifft es jeden von uns. Man betritt einen Raum und plötzlich glaubt man die Zeit würde still stehen. Alles andere ist wie ausgeblendet. Man hat nur noch Augen für diese eine Person. Man weiß nicht, warum und wieso der Blick gerade auf dieser Person ruhen bleibt, aber man spürt etwas was mehr als Neugier verspricht. Vorsichtig versucht man sich mit Blicken heranzutasten. Dann mit Gesten und der Hoffnung auf ein Gespräch. Sobald man die ersten Worte gewechselt hat, und sich tief in die Augen gesehen hat, wird der Wunsch auf mehr verstärkt. Immer noch unwissend woher dieses interessierte Verlangen schürt, tastet man sich dennoch weiter voran. Ein erstes Treffen folgt und die Faszination wird verstärkt durch die Ausstrahlung des anderen.
Gedanken kreisen nur noch um diesen Menschen und man weiß zu Beginn immer noch nicht so recht etwas damit anzufangen. Warum ist man fasziniert? Ist es die äußere Erscheinung, die einem Schier den Atem raubt? Oder ist es nur die charismatische Ausstrahlung? Immer mehr Fragen verwirren die Gedanken und man hofft auf eine Antwort.Einige Treffen, Telefonate und Briefe weiter spürt man das es mehr als Anziehungskraft ist. Ist es gar Liebe? Man nimmt es an, denn es fühlt sich doch so an. Diese Schmetterlinge im Bauch, die bei dem bloßen Gedanken an diese Person wie wild umher flattern und diese weichen Knie, die man bekommt, wenn man der Person direkt gegenüber steht. Das Herz scheint in die Höhe zu schnellen und man glaubt gleich ohnmächtig zu
werden vor Überwältigung. Irgendwann ist es soweit und der erste Kuss passiert. Zuerst zaghaft und nervös. Doch zunehmend mutiger und fordernder. Man hat das Gefühl als würden Sterne tanzen und die Schmetterlinge würden den kompletten Körper in Besitz nehmen. Es bringt einen fast um den Verstand. Jeder einzelne Kuss und jede Berührung läßt einen dahin schmelzen. Wie soll das noch enden fragt man sich. Doch mittlerweile hat sich eine Art Beziehung entwickelt und man genießt diese in vollen Zügen. Das Verlangen nach mehr wird gestärkt und zu einer gewissen Stunde ist es dann soweit. Dieser Liebebund soll mit der wohl schönsten Sache der Welt besiegelt werden. Es folgen weitere Nächte der Glücksseligkeit und es scheint alles perfekt.

  • Kleid | Shein*
  • Sonnenbrille | Rayban
  • Uhr | Abbot Lyon*
  • Tasche | Michael Kors

Doch was ist, wenn die Rosarote Brille von einem abfällt und sich der Blickwinkel verändert? Nicht so wie man gehofft und gewünscht hat? Hier sollte die Stelle sein, wo der nächste Schritt in eine gemeinsame Zukunft getan wird. Aber es passierte etwas, dass das Unvermeidliche ins rollen brachte. Man sagt, so wie in guten und schlechten Zeiten und man würde alles gemeinsam meistern.
Was aber, wenn man diesen schlechten Zeit nicht mehr Einhalt gebieten kann? Was wenn man alleine gegen etwas ankämpft was nicht zu besiegen ist? Zwist kann man bereinigen. Man kann Kompromisse eingehen, doch dazu müssen beide Seiten bereit sein. Wie es oft der Fall ist, verlernt man mit der Zeit dem anderen zu zuhören und ist zu sehr mit sich und seinen eigenen Konflikten beschäftigt.

Verletztheit und das Gefühl des nicht verstanden sein ist das Ergebnis. Anstatt sich auszusprechen, ersucht man Rat bei Freunden oder anderen Menschen. Uneinsichtigkeit, Gram, Trauer, Wut und viele andere Emotionen dominieren uns und lassen uns Dinge sagen und tun, die wir später bereuen. Irgendwann ist die Kluft so groß, dass fürchterliche Dinge geschehen, die man nicht sehen oder wahr haben will. Plötzlich ist der Partner länger als nötig arbeiten. Aufeinmal versetzt er einen zum Dinner und verbringt mehr Zeit mit anderen als mit einem selbst. Langsam macht sich ein ungutes Gefühl im Bauch bereit, dass erkundet werden will. Dann ist es soweit. Das immer Befürchtete ist nun da, der Betrug. Das Herz schmerzt undendlich und man hat das Gefühl als würde man jede Minute ersticken. Man wünscht sich

Freudvoll Und leidvoll, Gedankenvoll sein, Langen Und bangen In schwebender Pein, Himmelhoch jauchzend, Zum Tode betrübt; Glücklich allein Ist die Seele, die liebt.

Johann Wolfgang von Goethe

augenblicklich tot umzufallen, nur damit dieser spitze Schmerz von einem genommen wird. Man leidet unendlich und es folgen Tage der Tränen und Appetitslosigkeit. Man fragt sich immer wieder warum und spielt in Gedanken die komplette Beziehung durch. Man sucht nach dem Fehler. Man fragt sich lag es an mir? Wie hätte ich es verhindern können? In solchen Momenten ist das Selbstwertgefühl auf der niedrigsten Stufe. Manchmal kann es auch passieren, dass man dem Betrüger verzeiht, weil man hofft, das es nur ein Ausrutscher war. Man flüchtet sich in eine Illusion. Man klammert sich an den Gedanken, es würde nie wieder geschehen. Doch es geschah wieder. Wie oft man auch so etwas verzeiht und erduldet mit der Klammerung an die Hoffnung, dass die Liebe alles überstehen würde. So betrügt man sich

doch selber. Wie könnte man annehmen, dass der Partner einen noch liebt, wenn er doch ohne Mühe sich mit einem anderen Menschen vergnügen kann und sich dabei womöglich noch gut fühlt. Was ist das für eine Liebe, wo der eine den anderen belügt und sich in Ausflüchte stürzt? Es ist keine Liebe. Der andere ist einfach nur ein labiles Geschöpf, welches sich nicht mit der Beziehungsproblematik auseinandersetzen will und impulsiv handelt ohne über die Folgen nachzudenken. Es dauert eine sehr lange Zeit um die zerbrochene Beziehung im neuen Licht zu sehen, aber wenn man dies tut, wird einem auf einem Schlag klar, dass dieses Zusammensein von Anfang an zum scheitern verurteilt war. Die abgelegte Rosarote Brille zeigt, dass es schon Anzeichen gab, bevor die Beziehung eskalierte. Aber wie es so ist, will man das nicht wahrhaben. Man kämpft um die Liebe, man kämpft im Glauben an die Hoffnung,
man kämpft für seine eigene Wertvorstellung und an den Glauben daran, wenn diese Beziehung nicht funktioniert, wie solle man je in der Lage sein, eine andere gut führen zu können. Sind nicht auf gewisse Weise alle Beziehung ähnlich? Es tauchen doch immer wieder die gleichen Probleme auf, die eine Beziehung ausmachen. Man klammert sich an den Gedanken, dass es nur eine wahre Liebe gibt und wenn die versiegt ist, würde man nie mehr in der Lage sein zu lieben oder nicht mehr zumindest in diesem Umfang. Aber man muß bedenken, vielleicht war es nie diese Liebe auf die man gesetzt hatte. Nie diese Liebe die man aus den Filmen gekannt hatte. Existiert sie überhaupt? Doch ist es schwer für zutiefst Verletzte Mut zu schöpfen und das Misstrauen abzulegen. Jeder neue Mensch, der sich einem nähert wird bis zu einem gewissen Punkt heran gelassen. Aber eine gewisse Grenze traut man sich nicht zu überschreiten aus der
Angst heraus, wieder in die gleiche Situation zu geraten. Die Angst eine Beziehung einzugehen und erneut zu versagen ist größer als die Angst davor allein zu bleiben. Ist man allein hat man die Kontrolle über sich und seine Gefühle, die man so wunderbar hinter einer Mauer verstecken kann. Besteht aber das Risiko sich womöglich zu verlieben bekommt man es mit der Angst zu tun. Die Angst auf was wäre wenn…und lohnt es sich solch ein Risiko erneut einzugehen. Verstandsgesteuerte Menschen sind weniger risikofreudig, als welche die ausschliesslich mit dem Herzen handeln. Herzensmenschen lassen viel schneller Gefühle zu als die mit dem Verstand, die alles etliche Male durchspielen und sich überlegen, ob ein Restrisiko besteht und wenn verschliessen sie sich lieber als sich zu öffnen. Aber auch hier stirbt bekanntlich die Hoffnung zuletzt.

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