BEAUTY JUNKY IM LAND

“Spieglein, Spieglein an der Wand, wer ist der größte Beauty Junky im Land?”

strasskind

Geht es um das Thema Schönheit, hat man bestimmt so manches schon gelesen. Frauen, die viel wert auf ihr Äußeres legen, sagt man nach sie seien narzisstisch veranlagt. Doch was verbirgt sich denn wirklich hinter diesem Begriff? Narzissmus – das Wort wurde von Sexualwissenschaftlern im 19.Jahrhundert erstmals verwendet und führt auf den schönen Jüngling Narkissos (Narzissos) aus der altgriechischen Saga zurück. Eine traurige Geschichte im Grunde, denn der Schönling wurde mit Selbstliebe verflucht. Er blickte in sein eigenes Spiegelbild und war sofort verliebt, doch es gab keine wärmende Gegenliebe. In seiner Liebe war er einsam und allein.
Heutzutage verbindet man Narzissmus mit Perfektionismus, Leistungsdruck und einem extremen Schönheitsideal. Während narzisstische Männer sich als Helden feiern und eine hohe Meinung von sich haben, schwanken Frauen sehr oft zwischen Minderwertigkeitskomplexen und Größenwahn. Doch eines haben beide Parteien gemeinsam – es dreht sich alles nur um die eigene Person.

Woran erkennt man, ob eine Person ein Narzisst ist?

  • Überzeugung von der eigenen Großartigkeit
  • Hungert nach Anerkennung
  • Oft in Führungspositionen zu finden, Teamwork ist ein Fremdwort
  • Kein wirkliches Interesse an seinem Gegenüber

Wie hat sich im Laufe der Jahrhunderte das Schönheitsideal verändert? Beauty Junky im Land

In der Antike

Galt Aphrodite (Venus) als das damalige Schönheitsideal überhaupt. Sie hatte langes helles Haar zu einem komplizierten Flechtwerk hoch gesteckt. Ihre Haut war elfenbeingleich und sie hatte deutlich mehr Hüftspeck als das Schönheitsideal von heute. In der Männerwelt galt damals Adonis als der Mann schlecht hin. Er war ein Mann mit einem durchtrainierten Körper, wie es noch heute die Frauen mögen. Der einzige Unterschied – die Lockenpracht und der kleine Mund.

Das Mittelalter

Die Vornehme Blässe und eine Frau mit einer kindlichen Figur, möglichst schmal, galt damals als das Schönheitsideal. Die Blässe symbolisierte die Reinheit in Person. Die damalige Dame durfte höchstens einen Hauch von Wangenrot zieren. Je blonder die Haare waren, um so besser. Aber auch heutzutage ist blond immer mal wieder in Mode. Bei den Herren hat sich nicht all zu viel verändert. Wie schon in der Antike und auch heute durften bei den Männern die breiten Schultern nicht fehlen und muskulöse durften sie auch leicht sein.

Die Neuzeit

Während im Mittelalter dünn und kindlich trés chic war, so zeigte man in der Neuzeit fülle. Man unterstrich mit Leibhaftigkeit seinen Wohlstand. Neben der Fülle war aber auch noch die Mode ein wichtiger Bestandteil geworden. Man zeigte mit goldbestickten Stoffen, Rüschen, Schärpen, Perücken und gepudertem Gesicht welches Schönheitsideal gefragt war.Ab dem 17.Jahrhundert kam dann das Korsett auf. Hier waren schmale Taillen gefragt. Die sogenannte Sanduhr Figur war das Ideal. Viele Damen quetschten sich in das unbequeme Gestänge, um eine ideale Figur zu imitieren. Die Korsagen wurden so fest geschnallt, dass die Organe sich verschoben. Zu Beginn des 20.Jahrhunderts waren Korsagen nicht mehr wirklich in.

Das 21.Jahrhundert

Wir haben verschiedene Schönheitsideale, wie es nie zuvor möglich war. Heutzutage gilt eine leichte Bräune als schön. Frauen sind dünn wie nie zuvor. Aber auch leicht muskulöse Damen stehen heute für ein Schönheitsideal. Das Männerbild hat sich auch hier kaum verändert. Die Damenwelt bevorzugt bei Männern, wie schon damals, einen durchtrainierten Körper mit einem gepflegten körperlichen Haarwuchs. Schon in der Antike wurde akkurat jedes unnötige Härchen entfernt.

Doch wie in allen Epochen der Zeit bleibt eines gleich, die Jungend. Denn eine jugendliche Erscheinung, eine glatte Haut stehen für Gesundheit und gelten als Schönheitsmerkmal. Eine schmale Nase, große Augen, schöne dünne Augenbrauen und ein voller Mund spiegeln ebenfalls das Schönheitsideal wieder in der Frauenwelt. Bei den Männern schaut man wie damals eher auf das Gesamtpaket – den stählernen Körper. Breite Schultern und muskulöse Arme bezaubern nach wie vor Die Damenherzen.

Eines muss man sagen. Die meisten Schönheitsideale wurden durch Reiche kreiert. Denn wer das nötige Kleingeld hatte, konnte bestimmen was schön war und was nicht. Natürlich gibt es auch immer noch Ausnahmen was das Schönheitsideal angeht. Es gibt ferne Stämme in denen es schon immer als schön galt, wenn die Frau extrem viel Gewicht hat. Der Mann hingegen war eher schmächtig schön.

Liegt Schönheit im Auge des Betrachters?

Natürlich bleibt immer noch immer viel Raum für das eigene Schönheitsideal. Es wird immer Menschen geben, die das fülligere bevorzugen oder auch jemanden der schmächtig ist. Nicht jeder steht auf das kreierte Schönheitsideal, welches uns die Medienwelt auferlegt hat.

Medialer Beauty Junky Wahn

Obwohl Schönheit im Auge des Betrachters liegt, werden wir dennoch stark durch die Medien und unser Umfeld beeinflusst. Im Fernsehen, in Zeitschriften, auf Werbetafeln und im Umfeld dreht sich alles um die Optik. Natürlich nicht allein darum, denn im Freundeskreis oder familiär stehen noch andere Dinge an erster Stelle, als nur das Aussehen. Dennoch ist dieses Thema präsent. Jeder von uns hat das eine oder andere Mal darüber ein Wort verloren.

Sicherlich haben wir alle uns schon einmal dabei ertappt, wie wir vor dem Spiegel stehen und uns kritisch beäugen. Plötzlich sieht man Hüftspeck und fragt sich, woher der auf einmal herkommt? Man entdeckt leichte Fältchen um die Augen herum, und

fragt sich, ob man jetzt etwa alt wird. Entdeckt man ein graues oder gar weißes Haar versucht man es zu entfernen. Solange es nur einzelne sind kann man sie gut entfernen und sich einreden, dass diese gar nicht existieren. Natürlich gibt es dann die radikalere Unzufriedenheit. Es bleibt nicht nur beim kritischen Blick. Es geht soweit, dass man sich sagt, jetzt gehe ich zum Beauty Doc! Generell soll jeder machen was er will mit seinem Körper, solange es der Person gut tut und ihrem Körper.

Leider gibt es noch immer viele Menschen, die sich viel zu kritisch sehen und eine Person an der Seite brauchen, die sagt Stopp! Für mich ist klar, wenn jemand wirklich unglücklich mit seinem Aussehen ist, kann er gern zum Beauty Doc gehen. Doch sollte diese Person sich vorher

ausgiebig beraten lassen und verschiedene Kliniken aufsuchen, um sich zu informieren. Danach sollte man sich genau hinterfragen, will ich wirklich eine radikale Veränderung und bin ich mir aller Risiken bewusst. Es ist wichtig, dass die Person sich ihrer Sache sicher ist. Denn es gibt auch Fälle die Gesichtsveränderungen oder Brustvergrößerungen vorgenommen haben und danach noch unglücklicher waren. Es gibt nicht viele Fälle, aber einige. Die meisten Personen waren sich ihrer Sache sicher und haben auch ihre gewünschten Resultate erzielt. Es gibt natürlich auch Personenkreise, die zu einem Suchtfaktor neigen. Da ist äußerste Obacht geboten. Hier ist es besonders wichtig gute Freunde und einen seriösen und fairen Beauty Doc/ Arzt an seiner Seite zu haben. Denn wer falsch beraten ist und die eigene Sucht ausgenutzt wird, endet schlimmsten falls mit einem verzerrten Gesichtsausdruck. Es gibt genügend bekannte Persönlichkeiten, die aufgrund ihres skurrilen Aussehens medial auffielen. Hier ist es besonders schade, dass keiner der Ärzte die Behandlung abgelehnt hat. Man könnte sagen, die haben doch selber schuld. Das wäre mir aber zu einfach. Anhand vieler Operationen lässt sich doch schon ersehen, dass gewisse Persönlichkeiten eine abnorm entwickelt haben zu ihrer eigenen äußeren Erscheinung. Hier ist doch Handlungsbedarf? Junge Mädchen eifern dem heutigen Schönheitswahn sehnsüchtig hinter her.
Die meisten jungen Dinger wollen Model oder Sängerin werden und natürlich genauso bildhübsch aussehen. Mädchen mit einer Mindestgröße von 1,72 m dürfen sich auf eine Modelkarriere bewerben, aber nur wenn sie noch blutjung sind. Meist beginnen sie schon mit 14 Jahren ihre Laufbahn. Im Grunde wäre es nicht weiter dramatisch, wenn sich hinter dem Begriff Model nicht dieses knall harte Business verbergen würde. Im jungen Alter werden die Teenies schon gezwungen extrem auf ihre Ernährung zu achten und meist wird ihnen nahe gelegt doch noch etwas abzunehmen. In der Modelbranche gilt immer noch der Bohnenstangen Look. Ich finde es schon sehr bedenklich und ungesund, wenn ein Mädchen mit einer Größe von 1,78 nur 45 Kg wiegt. Es ist schon schade, dass man festgelegt hat, dass nur große Mädchen mit einem universal Gesicht die Chance erhalten Model zu werden. Willst du der Kleiderständer der Welt sein, musst du halt klapperdürr sein. Nur den Supermodels ist es vorbehalten nach einer jahrelangen Karriere etwas zu zulegen. Ich bin der Meinung, es sollten verschiedene Modeltypen eingesetzt werden. Warum sollten immer nur die großen dünnen Mädchen als Model richtig Karriere machen? Es gibt viele kleine oder auch fülligere Damen, die bestimmt genauso talentiert sind. Außerdem würde es so manchen jungen Frauen gewisse Minderwertigkeitskomplexe nehmen.

Beauty Junky – Me

Wie sollte es anders sein, auch ich bin dem Schönheitswahn unterlegen. Jeden Morgen stehe ich kritisch vor dem Spiegel. Ich prüfe meine Haare, mein Outfit, Make Up und nehme jede Veränderung meines Erscheinungsbildes wahr. Natürlich gibt es Momente, da kann ich mich gar nicht ertragen und wage gar nicht erst den zweiten Blick in den Spiegel. Es gibt auch Tage wo ich denke, hey, ich bin ok so wie ich bin. Wiederum gibt es Zeiten an denen ich mir mehr Attraktivität und Schönheit wünsche. Aber wir sind nicht bei Wünsch dir etwas. Wir müssen den Tatsachen ins Auge blicken. Man wurde mit einem gewissen Aussehen geboren. Jeder von uns hat die Möglichkeit das Beste daraus zu machen. Man kann durch das richtige Make Up, Frisur, Bekleidung und Auftreten schon sehr viel dazu beitragen, um sich schöner zu fühlen. Ich liebe es verschiedene Looks auszuprobieren und mag es schon sehr gern mich bis zu einem gewissen Grad neu zu erfinden. Jedoch bleibe ich meiner Grundlinie immer treu. Auf den meisten meiner Fotos trage ich offene Haare und lege sehr wenig Make Up auf. Warum auch nicht? Schönheit bedeutet nicht nur eine wundervoll gestaltete Hülle zu besitzen, sondern auch einen wunderschönen Kern zu haben, der von innen nach außen strahlt. Die äußere Erscheinung mag auf den ersten Blick genug sein, doch ohne eine schöne Persönlichkeit ist sie nichts wert.

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8 Comments

  • Habe gerade deinen Post gelesen!
    Finde es super, dass du die Schönheitsideale in der Geschichte auch mit aufgeschrieben hast! Ist echt interessant! Die Gefahren mit den Medien und dessen Auswirkungen, werden heutzutage immer mehr. Daher finde ich es echt toll, dass du dieses Thema nicht auslässt! Super dass dir das auch ein Anliegen ist!!! Besonders deinen letzten Satz, sollten sich viele Leute zu Herzen nehmen!!!

  • Danke liebe Petra 🙂
    Mir ist das Thema sehr wichtig, denn man beobachtet in den Medien und im Internet, dass die Leute sich so oft blenden lassen von dem Schönheitsideal…gerade jetzt wo es diese ganzen Apps und Fotoprogramme gibt, wo man auch noch schummelt, damit die Leute “perfekt” aussehen. Ich finde definitiv, dass man wieder mehr zur Natürlichkeit zurück gehen sollte. Klar ist es wichti auf die Gesundheit und ein gepflegtes Äußeres zu achten, aber nicht so übertrieben wie es die Medien präsentieren 🙂

  • Ich finde deinen Post wirklich sehr interessant, da ich den Schönheitswahn doch oft auch mit Schrecken beobachte. Es ist furchtbar traurig, dass die Medien immer wieder schaffen, den Menschen ein Leitbild für Schönheit vorzugeben und noch trauriger ist, dass sich einige daran orientieren. Viel mehr sollte darauf hingewiesen werden, dass jeder Mensch in seiner Einzigartigkeit schön ist. Natürlich ist es nicht verkehrt, sich herzurichten und das allerwichtigste ist mit Sicherheit, dass man sich selbst wohl fühlt, aber ich glaube diesen Effekt erzielt man nicht, wenn man einem erschaffenen Schönheitsideal nachjagt, sondern dann, wenn man mit sich selbst im Reinen ist.

    Liebe Grüße
    Rebecca

  • Liebe Rebecca, genau so ist. Ich hoffe sehr, dass die Medien bald mal wieder ein “normales Maß” vermitteln. Gerade junge Menschen bzw Pubertierende sind ja schnell dem Wahn erlegen.

  • ich habe oft das Gefühl, dass 1. das Alter und 2. die Umgebung viel Einfluss darauf haben, wie stark Leute auf ihr eigenes Äußeres einwirken wollen.

    Viele kommen ja schlecht damit klar, dass sie älter werden und wollen verhindern, dass ihre Schönheit verblüht. Im zweiten Fall denke ich an teure Gegenden (aka Hollywood), wo von außen ein großer Druck ausgeübt wird, schön und jung zu bleiben. Am Ende hilft eine hübsche Hülle aber ja auch nicht weiter, wenn man sich selbst nicht ausstehen kann und andere auch nicht mit einem reden wollen, sondern einen lieber angucken (und am Ende hinterm Rücken über einen lästern).

    Wenn du magst, dann kannst du zu dem Thema auch bei meinem aktuellen Blog mitreden. Da gehts gerade auch um (wahre) Schönheit, und ich sammle Meinungen und Anregungen dazu 🙂

    LG Biene
    http://lettersandbeads.de

  • Da stimme ich dir vollkommen zu. Gerade heutzutage sieht man in den Medien überwiegend nur sehr junge schöne Menschen und kaum ältere. Was sehr schade ist. Denn auch ältere Leute können sehr wohl sehr schön sein. Ich schaue gern auf deinem Blog vorbei 🙂

  • Danke liebe Christina. Ja, auf Insta ist das ganz schön arg. Ich bin absolut dagegen, dass man sich so extrem bearbeitet. Ein wenig “mogeln” ist ok bei Pickeln, unreiner Haut oder dergleichen, aber nicht das Aussehen komplett verändern…

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